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wäre Thorheit geweſen, und die Flibuſtier waren nun überzeugt, daß ihre letzte Stunde geſchlagen habe.
— Mein Ritter Louis, ſagte Waldblume, die trotz der
Gefahr, von einer Woge weggeſpült zu werden, an dem Schiffs⸗ geländer ſtand, diesmal, ich ahne es, iſt es um uns geſchehen; Laurent iſt ein guter Schiffsmann, ich geſtehe es, aber was ver⸗ mag er gegen den Zorn des Himmels? Nichts! Warum ſo trau— rig und verzweifelt, mein Ritter Louis? Fürchteſt Du etwa den Tod? — Meine geliebte Schweſter, antwortete Morvan tief bewegt, Gott iſt mein Zeuge, daß ich aufrichtig ſpreche: nicht nur fürchte ich den Tod nicht, ſondern ich wünſche mir ihn ſogar! Was aber meine letzten Augenblicke trübt, das iſt der Gedanke, daß ich Dich in meinen Fall mitreiße.— Wäreſt Du mir nicht begegnet, ſo würdeſt Du jetzt freudig und ſorglos im Schatten der ſchönen und duftigen Wälder ruhen, welche Du ſo ſehr liebſt! Dein Mitleid mit mir, dem Unglücklichen, Verlaſſenen, hat Dich ins Verderben geſtürzt.
— Rede nicht ſo, mein Ritter Louis, entgegnete Wald⸗ blume mit dem Tone des ſanften Vorwurfs, ich verſichere Dich, Du biſt im Irrthum. Als Du in die Wohnung meines Vaters kamſt, da war ich nicht mehr ſo glücklich, wie in meiner Kind⸗ heit!— Ich langweilte mich— ich war traurig, entmuthigt. — Ich weinte wohl oft, ohne daß ich mir über meine Thränen Rechenſchaft geben konnte!— Wenn ich allein war, fühlte ich oft eine unerklärliche Entmuthigung, und dennoch war mir die
Gegenwart des armen, mir ſo guten Lederhaube läſtig; es ſchien.
mir, als gäbe es außerhalb der Städte und der Einſamkeit eine
andere Welt, in der mich das Glück erwartete. Mache Dir daher
über meinen Tod keinen Vorwurf. Du haſt mir wohl Leiden ver⸗
urſacht, aber ohne Deine Schuld. Und dann, wenn Du wüßteſt— Jeanne ſchwieg, verwirrt und erröthend.
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