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der Schnelligkeit einer Kugel ausgeführter Streich, während der Flibuſtier durch zwei zu ungeſtüme Finten eine Blöße gab, traf dieſen mitten in die Bruſt; eine Rippe hemmte das Eiſen in der Vollendung des Todeswerks.
— Sie ſind verwundet! rief Morvan zurückſpringend.
— Was thut das, wenn ich Dich nur tödte! und ich—
werde Dich tödten! heulte der unbezähmbare Laurent.
Erbittert durch die Hartnäckigkeit ſeines Gegners, erhitzt vom Kampfe, beſchloß Morvan unverſöhnlich zu ſein; aber kaum hatte er Zeit gewonnen, wieder in die Stellung zu gehen, als er wankte und dann zurückſank: eine feindliche Kugel hatte ihn im Schenkel getroffen. Laurent's erſter Gedanke, und dieſer verrieth ſich in der Wildheit ſeines Blickes, war, den Vortheil, den ihm der Zufall in die Hand gab, zu benützen, und ſeine Drohung auszuführen. Uebrigens dauerte dieſe frevelhafte Ver⸗ ſuchung nicht lange. Er warf den Säbel weg, ſtürzte zu ſeinem Matroſen hin und ſprach, indem er ihm die Hand drückte:
— Ritter, niemals hat mich außer Dir eine Perſon an mir ſelbſt zweifeln gemacht. Das einzige Mittel, mich von meiner Niederlage zu erheben, iſt, Dir ſie laut zu geſtehen. Matroſe, geh zu Waldblume! Du haſt Recht, ein Kapitän darf ſeinen Poſten niemals verlaſſen. Sobald Du Abſchied genommen haſt, es genügt ja nur eine Minute, um einem Weibe in's Ohr zu flüſtern, daß man ſie liebe, wirſt Du dem Meerwolf befehlen, ſeine Todesmiſſion zu erfüllen und das Pulver anzuzünden. Adieu!
Kaum hatte Laurent dieſe Worte geſprochen, als Wald⸗ blume auf dem Verdeck erſchien. Ihren erſten Blick warf ſie auf Morvan, ſie eilte zu ihm.*
— Lebt er? Dank, meine gute heilige Jungfrau! rief ſie mit dem Ausdruck leidenſchaftlicher Inbrunſt, die wie ein Heiligenſchein ihr Geſicht umleuchtete. Mein Gott! wie blaß
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