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— Ich kann auf Dich rechnen, ich weiß es! Gehe auf Deinen Poſten!
Meerwolf nahm eine brennende Lunte und entfernte ſich ohne ein Wort zu ſagen. Ein Schauder durchlief die Menge,
aber keiner der Flibuſtier dachtz daran, eine Einwendung zu machen. Alle billigten die von ihrei Kapitän getroffene Maßregel. — Jetzt, meine Freunde, fügte Laurent hinzu, ein letztes Wort. Unſere Fregatte hat zwei Millionen am Bord, nämlich den Zehnten, der dem König gebührt, meinen perſönlichen An⸗ theil und das Gold für die uns gemachten Vorſchüſſe nicht abge⸗ rechnet, das heißt fünfundachtzigtauſend ſiebenhundert und vier⸗ zehn Livres für den Mann. Da aber der Zehnte für den König, mein Antheil und die Zahlung für die Vorſchüſſe durch die Beute, die wir noch machen werden, mehr als gedeckt ſind, ſo kann ſich jeder von Euch als den Befitzer von nahe an hunderttauſend Livres anſehen. Sich bei ſolchen Ausſichten auf Glück ſchlagen laſſen, wäre nicht nur Feigheit, ſondern Wahnſinn. Behaltet Euer Gold. Es lebe der König! Es leben die Flibuſtier!
— Es lebe der Kapitän Laurent! antworteten die Fli⸗ buſtier mit fanatiſcher Begeiſterung.
Hierauf begab ſich jeder auf ſeinen Poſten.
— Matroſe, ſagte Morvan, der allein bei Laurent zu⸗ rückgeblieben war, zwiſchen Dir und mir iſt jede Heuchelei un⸗ nütz; Du haſt es nicht nothwendig meinen Muth zu wecken. Reden wir offen; ſiehſt Du ein Mittel zur Rettung? Was mich betrifft, ſo verhehle ich Dir nicht, daß mir unſere Lage verzwei— felt ſcheint.
— Es iſt unſtreitig, antwortete der Flibuſtier ruhig, daß unſere ſechzehn Kanonen und unſere neunundachtzig Mann gegen die großen Kräfte des Admiralſchiffes in zu großem Mißverhält⸗ niß ſtehen, als daß es uns erlaubt wäre zu hoffen. Da ich aber
meine Mannſchaft kenne, ſo verzweifle ich noch nicht. Es gibt


