Teil eines Werkes 
3. Band (1854)
Entstehung
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ſind ſie doch in ihrem Rechte, bin ich nicht eine Franzöſin, eine Boucanierin? Komm, mein Ritter, eilen wir fort!

Jeanne's Bitten nicht achtend, drang der junge Mann vorwärts; im Hintergrunde des Corridors fand er einen von einer Kugel in der Bruſt tödtlich getroffenen Negerſklaven am Boden liegen.

Elender! murmelte der Ritter, der ihm mit einem Säbelhieb den Schädel ſpaltete, keine Barmherzigkeit, Alle müſſen beſtraft werden!

Morvan wollte eben über eine Treppe hinaufgehen, die er vor ſich fand, als er die Stimme des ſchönen Laurent ver⸗ nahm, der ihn rief:

Komm doch, Matroſe, ich habe ſchon den wahren Schuldigen.

Diesmal mußte Morvan beinahe Gewalt anwenden, um zu ſeinem Matroſen zu gelangen, ſo ſehr ſtrengte ſich Waldblume an, um ihm den Weg zu vertreten. Wie erſtaunte der junge Mann, als er in dem Zimmer, in welchem Jeanne gefangen geweſen, Nativa gewahrte. Laurent ſtand mit gekreuzten Armen vor der Spanierin und betrachtete ſie mit einem ironiſchen Aus⸗ druck, von dem nichts einen Begriff geben kann.

Nativa, Sie hier! durch welchen Zufall? ſtam⸗ melte Morvan, von einer ſchauderhaften Vermuthung gequält.

Es iſt nicht Zufall, der den Henker und ſein Schlacht⸗ opfer zuſammenführt, antwortete Laurent kalt.

Obwohl dieſe Worte Morvan's Verdacht beſtätigten, ſo verſuchte es der Unglückliche doch noch zu zweifeln.

Nein, es iſt unmöglich! Ich bin wahnſinnig! Ich habe den Schwindel murmelte er, indem er ſich mehr⸗ mals mit der Hand convulſiviſch über die Stirne fuhr. Reden Sie, Nativa! Was iſt Ihnen begegnet? Ich bitte Sie, erklären Sie ſich!

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