Teil eines Werkes 
3. Band (1854)
Entstehung
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Die Tochter des Grafen von Monterey gab nicht nur keine Antwort, ſondern ſie ſchien auch den jungen Mann gar nicht gehört zu haben.

Die Augen auf Laurent geheftet, war ſie ſo ſehr in Ge⸗ danken vertieft, daß ſie von dem, was um ſie her vorging, gar kein Bewußtſein hatte; ſie gehörte dem Leben nur durch einen einzigen Gedanken an.

Nativa! rief der junge Mann, der von heftiger Auf⸗ regung hingeriſſen, den Arm des Mädchens ergriff und gewalt⸗ ſam ſchüttelte, antworten Sie mir, ich will es. Sagen Sie mir, wie es kommt, daß ich Sie hier in Geſellſchaft der Wald⸗ blume finde?

Waldblume! antwortete Nativa langſam und mit der Miene verwirrten Geiſtes, das iſt ein nichtswürdiges Mädchen. Ich habe meinen Sklaven befohlen, ſie zu tödten, weil Lau⸗ rent ſie liebt und weil ich den ſchönen Laurent liebe.

Auf dieſe Antwort ſtieß Morvan einen ſchrecklichen Schrei aus, er wankte wie ein Betrunkener und fiel dann zu Boden.

Mein Ritter Louis, glaube der Spanierin nicht, fie lügt. Sie liebt nur Dich! rief Waldblume, die dem jungen Mann zu Hilfe eilte, neben ihm niederkniete und ſeinen Kopf an ihren Schooß lehnte.

XII.

Morvan's Ohnmacht dauerte beinahe eine Minute; als er wieder zum Bewußtſein gelangte, war die erſte Perſon, der ſein Blick begegnete, Waldblume. Die Seelenerſchütterung, welche der junge Mann erlitten hatte, war ſo heftig, daß er