Teil eines Werkes 
3. Band (1854)
Entstehung
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um ihnen zu verſtehen zu geben, daß unſer Unzug nichts De⸗ müthigendes für ſie habe. Inm Gegentheil! Du wirſt gleich ſehen, wie weit die Demuth im Siege gehen kann.

Der Zug blieb ſtehen, und ein Offizier der Bürgergarde,

der voran ſchritt, rief mit lauter Stimme, während alles ſchwieg:

Freunde, das iſt der Kapitän Laurent, welcher um uns angenehm zu ſein, geruht, ſeine gute Stadt Granada zu beſuchen Grüßet

Laurent nahm aus einem, zu ſeinen Füßen befindlichen Säckchen eine Handvoll Goldmünzen und warf ſie unter die Menge; die Leperos(eine Art Lazzaroni) ſtürzten mit Gier dar⸗ über her und riefen:Es lebe der Kapitän Laurent!

Jetzt iſt an uns die Reihe zu grüßen, ſagte der Fli⸗ buſtier zu Morvan; die Freude, welche unſere Gegenwart dieſen braven Leuten verurſacht, rührt mich bis zu Thränen! Wie ſüß iſt es, ſich ſo geliebt zu ſehen!...

Die Kühnheit des Flibuſtiers verrieth ſo viel Vertrauen in ſeine Kraft, und übertraf ſo ſehr das Maß des Alltäglichen, daß kein Menſch in Granada daran dachte die Gelegenheit zur Rache wahrzunehmen. Ueberall, wo der Zug vorbeikam, ver⸗ neigte ſich die Menge mit einem Gefühl, das die Mitte hielt zwiſchen Furcht und Achtung. Was die Leperos betrifft, ſo ju⸗ belten ſie ihm aus dem Innerſten ihres Herzens zu; war denn der Triumph der Flibuſtier nicht eine Schmach für die Reichen und Mächtigen, das iſt für ihre Herren! Das genügte ihnen. Der ſeltſame Zug wandte ſich auf's Neue dem Platze zu, als Morvan den Arm ſeines Matroſen mit außerordentlicher Kraft feſt hielt, und ihn lebhaft fragte:

Haſt Du nichts gehört?

Die Segnungen meines Volkes? Gewiß, Matroſe!

Scherze nicht, Laurent! Mir ſchien es, als hörte ich Waldblume um Hilfe rufen!

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wie!

Rahe nir!

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