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hatte; dann ſah er die Reihen der Flibuſtier ſich öffnen, und den Gefangenen frei ausgehen.
Eine Viertelſtunde darauf ertönten in einer nahen Gaſſe die Fanfaren einer Militärmuſik, und verurſachten allgemeines Erſtaunen; im erſten Augenblick dachten die Flibuſtier an eine feindliche Ueberraſchung, und rüſteten ſich zur Gegenwehr.
— Stört Euch nicht, meine Kinder, ſagte Laurent zu ihnen, das ſind unſere guten Freunde, die Granader, welche uns die Ehre unſeres Beſuches mit einer Artigkeit entgelten.
Laurent ſprach noch, als acht Spanier einen prächtigen Traghimmel herbeibrachten, der mit Gold durchwirktem Sammt ausgeſchlagen und mit einem breiten Sitze verſehen war.
— Matroſe, ſagte der ſchöne Laurent zum Ritter, Du ſiehſt, wie populär, wie geſchätzt und geliebt wir in Granada ſind; es wäre grauſam, die Freundlichkeit dieſer braven Leute zurückzuweiſen, und ihnen das Vergnügen, uns in der Nähe zu ſehen, zu verſagen. Setze Dich an meine Seite, und machen wir eine Tour um die Stadt; das wird uns an unſer erſtes Zuſammentreffen in Leogane erinnern. Vor Allem bin ich ein Muſiknarr! Gehen wir.
Obſchon die Gefahr dieſes Wagnißes außerordentlich war, ſo ſchien doch dem Ritter die Idee ſeines Matroſen ſo drollig, ſo originell, daß er ſich des Lachens nicht enthalten konnte, als er neben ihm Platz nahm. Die Fanfaren erſchollen lauter als je, und der Zug ſetzte ſich in Bewegung.
— Du biſt verrückt, Matroſe, ſprach Morvan leiſe; es iſt unmöglich, daß dieſes Schauſpiel den Stolz der Spanier nicht erbittere, und daß wir von dieſem Triumpfzug lebend zurückkehren.
— Ich verſichere Dich, die Granader ſind vernarrt in uns!— Sieh nur, wie glücklich ſie über unſere Freundlichkeit ſind.— Und dann habe ich meine Vorſichtsmaßregeln getroffen, MI. 15.


