häſſigen, abſcheulichen Akt erbitterſt, deſſen ich Dich übrigens nicht für fähig halte.
— Parbleu! Matroſe, Deine Worte haben mich auf das gebracht, was ich ſuche. Ich habe meinen Plan! Ich brauche Dich wohl nicht zu fragen, ob Du an meinem Wageſtück theil⸗ nehmeſt, nicht wahr?
— Ich bin dabei, wenn es ehrenwerth iſt.
— O was das betrifft, antwortete der ſchöne Laurent lächelnd, und ohne des Ritters Zweifel übel aufzunehmen, ſo haſt Du nichts zu fürchten. Ich bin ſeit einiger Zeit in gutem Zug ein tugendhafter Menſch zu werden. Die Ausführung mei⸗ nes Planes kann nur uns allein ſchaden, unſere Feinde verlieren dabei weder einen Tropfen Blut noch einen Thaler.
— Was iſt das für eine Idee, Laurent?
— Die logiſcheſte und einfachſte von Allen, ſie entſpringt eben aus unſerer Lage. Heute Nacht ſind wir wie wilde Thiere gehetzt worden, und heute Morgens waren wir gar genöthigt die Flucht zu ergreifen. Jetzt, da wir Sieger ſind, müſſen wir uns entſchädigen, und ich glaube wohl, daß uns die Ehren eines Triumphes gebühren.
— Ich verſtehe nicht, wo Du hinaus willſt. Erkläre Dich deutlicher.
— Itt nicht nöthig. Ich erkläre, daß ich mit meinem Plane zufrieden bin. Das muß Dir genügen. Ich komme im Augenblick zurück.
Der ſchöne Laurent ſprach, nachdem er den Ritter ver⸗ laſſen hatte, mit einem der reichſten Spanier von Granada, welchen die Flibuſtier bis zum Eingehen der fünfmalhundert⸗ tauſend Piaſter als Geiſel behielten. Der Ritter, der allen Bewegungen ſeines Genoſſen folgte, bemerkte, daß der Spa⸗ nier ſehr erſtaunte, nachdem Laurent ihm einige Worte geſagt
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