60
Erziehung, wenn Du, das reiche Kind der Städte, im Intereſſe Deines Glücks nicht beſſer zu handeln verſtehſt?
— Was kümmert mich die Liebe des Ritters von Morvan! rief Nativa, durch die Ruhe ihrer Gegnerin erbittert; was ich will, iſt, daß Du St. Domingo nie wieder ſeheſt, daß Laurent von Dir nicht einmal ſprechen höre.
— Was ſagſt Du? Ich höre auf, Dich zu verſtehen, erwi⸗ derte Jeanne mit außerordentlichem Erſtaunen; willſt Du mich alſo nicht darum zurückhalten, um mich von meinem Ritter Louis zu trennen? Wie! Der ſchöne Laurent iſt es, den Du liebſt?
— Laurent! rief Nativa mit bebender Stimme und von Leidenſchaft hingeriſſen, ich haſſe ihn mit der ganzen Kraft mei⸗ ner Seele, nach dem ganzen Maß des Schimpfes, den er mir angethan!— Mein Geiſt iſt von einem einzigen Gedanken ein⸗ genommen, von dem, mich an ihm zu rächen!— Laurent hat, ſeinem rohen Inſtinkt folgend, meine Hingebung verkannt, und unwürdig der Ausſöhnung, welche ich ihm anbot, hat er ſeine Blicke auf Dich geworfen!— Darum trete ich gegen ihn als Feindin auf!— Und in Deiner Perſon thue ich Laurent weh!— — Arme Nativa! ſagte Waldblume mit dem Ton des aufrichtigſten Mitleids, der den Stolz Nativa's hart berührte, wie mußt Du leiden!— Schämſt Du Dich nicht, Nativa, vor Deinen Sklaven ſo zu ſprechen?— Fürchteſt Du nicht, daß dieſe Leute Deine Reden in Granada wiederholen, und daß ſich die ganze Stadt über Dich luſtig macht! Mein Ritter Louis hat mir geſagt, die wohlerzogenen Damen ſeien beim Verluſt der Achtung verpflichtet, in fortwährender Lüge zu leben.— Schicke dieſe Sklaven fort, wir können in ihrer Gegenwart nichts reden.
Nativa erröthete, als ihr Waldblume in ihrer Einfalt dieſe Lehre gab; um aber nicht den Schein zu haben, als gäbe ſie nach, ſagte ſie:
.
Dich
ſolge
ich D ich ln zuden nöchte weine
tück, den( emeic buhle lung wiede
Dein mein zurick Mann ſo wi nen! Ritte duß nicht dui Alles es binde Geli


