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— Verſprichſt Du mir, daß Du nicht verſuchen werdeſt, Dich zu retten?
— Nein, Nativa; ſobald meine Freunde ſich einſchiffen, folge ich ihnen. Bis dahin brauchſt Du nicht zu fürchten, daß ich Dich verlaſſe. Dein Geſpräch hat großen Werth für mich; ich lerne dadurch Vieles, was ich bisher nicht gewußt habe, zudem iſt es mir ein Bedürfniß, Dich näher kennen zu lernen. Ich möchte auch wiſſen, welches Mittel Du angewendet habeſt um meinen Ritter Louis zu bezaubern.
Nativa wandte ſich dann zu den bewaffneten Negern zu⸗ rück, die eher Theaterſtatiſten glichen, und befahl ihnen, ſich in den Corridor nur ſo weit zurückzuziehen, als ihre Stimme ſie erreichen könnte. Seitdem ſie in den Hinterhalt ihrer Neben⸗ buhlerin gefallen war, hatte Waldblume den Vortheil der Stel⸗ lung für ſich. Sobald ſie allein waren, wurde das Geſpräch wieder fortgeſetzt.
— Nativa, ſagte das Boucaniermädchen, ich mag über
Deine Worte noch ſo viel nachdenken, ihre Bedeutung geht über meinen Verſtand!— Glaubſt Du, da der ſchöne Laurent Dich zurückweiſt, Du werdeſt ihn zwingen können, Dich zu lieben? — Laurent kann man nicht zwingen. Zudem, wenn ich ein Mann wäre, und eine Frau wollte mir ihre Liebe aufdringen, ſo würde ich ſie fliehen!— Laſſen wir den ſchönen Laurent ei⸗ nen Augenblick bei Seite, und beſchäftigen wir uns mit meinem Ritter Louis!— Nativa, ich finde es böſe, ſehr böſe von Dir, daß Du ihn unglücklich machſt! Wenn ſich Dein Herz zu ihm nicht hingezogen fühlt, warum haſt Du ihn glauben laſſen, daß Du ihn liebeſt?— Er leidet, er iſt traurig, entmuthigt, und Alles durch Dich! Warum täuſcheſt Du ihn? Warum haſt Du es zugegeben, daß er ſich durch einen feierlichen Eid an Dich binde? Ich bin überzeugt, daß ich ohne Deine Lügen jetzt ſeine Geliebte wäre, fügte Waldblume hinzu, ohne die Bedeutung 14.
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