Teil eines Werkes 
3. Band (1854)
Entstehung
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— Dank, meine gute und ſchöne Jeanne, flüſterte Mor⸗ van mit dem Ausdruck enthuſiaſtiſcher Dankbarkeit! Ohne Dich wäre ich verloren geweſen! Du haſt mich von einem ſchauder⸗ haften Tode errettet.

Was den ſchönen Laurent betrifft, ſo muß man ihm die Gerechtigkeit widerfahren laſſen, daß die Flucht der Spanier weder ein Lächeln der Befriedigung noch ein Zeichen der Freude auf ſein Geſicht lockte; er blieb kaltblütig. Er ſchüttete nur das Pulver aus dem Hut in die Kürbisflaſche zurück, und wendete ſich dann zu Morvan:

— Mein Freund! rief er ihm zu, ich danke Dir. Wenn Du Laurent's jemals bedarfſt— Doch, was ſeh' ich? rief er, indem er in der Perſon ſeines Retters erſt jetzt Denjenigen er⸗ kannte, mit welchem er ſich am andern Morgen ſchlagen ſollte. Wahrhaftig, Sie ſind ein Pechvogel. Warum haben Sie mich aus der ſchlimmen Lage gezogen, in der ich mich befand, und die Ihnen ſo glücklich zu ſtatten kam?— Das iſt eine unnennbare Ungeſchicklichkeit. Sie wußten aber ohne Zweifel nicht, daß es ſich um mein Leben handelte?— Thut nichts, ich muß Ihnen das Zeugniß geben, daß Sie ſich tapfer benommen haben.

— In der That, mein Herr, erwiderte Morvan, der ſeinen Feind nicht in Verlegenheit bringen wollte, ich habe Sie nicht erkannt!

Faſt in demſelben Augenblick kam Jeanne herbei; der Anblick des Mädchens ſchien dem ſchönen Laurent eine wahr⸗ hafte Freude zu Lerurſachen, er lächelte ihr mit einem Ausdruck der Sanftmuth und Güte zu, der ſeinen trockenen und hochmüthi⸗ gen Manieren ganz fern lag.

— Ach, Ritter Louis, wie froh bin ich, daß Du aus dieſem ſo ungleichen Kampf als Sieger hervorgegangen biſt, ſagte ſie zu Morvan und ſchien den Flibuſtier gar nicht zu be⸗

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