Teil eines Werkes 
3. Band (1854)
Entstehung
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— Jeanne, ich muß vielmehr Deinen Muth bewundern; ohne Deine Hilfe würde ich nicht mehr am Leben ſein!

Der ſchöne Laurent, der ſonſt ſo unempfindlich war, konnte, als er die liebevolle Vertraulichkeit bemerkte, die zwiſchen Grau⸗ bart's Tochter und dem Ritter exiſtirte, ein Gefühl des Aergers nicht unterdrücken.

— Wie, Jeanne, ſagte er mit faſt aufgeregter Stimme, Du haſt kein Wort, um mich willkommen zu heißen?

— Du weißt ja, daß ich Dich nicht liebe, Laurent.

— Du haſt Unrecht, theures Kind, erwiederte der Flibu⸗ ſtier, ohne ihr ihre Antwort in Uebel zu nehmen, ich bin Dir ſo ergeben—

— Du! Du biſt ein böſer Menſch!— Du machſt aller Welt Furcht!— Wenn der Ritter Louis mir hätte folgen wol⸗ len, ſo würde man Dich jetzt nicht mehr zu fürchten haben.

— Wie! wenn der Ritter Louis Dir hätte folgen wollen? erwiederte Laurent. Wußte er denn, wem er zu Hilfe eilte?

— Freilich wußte er es, er hatte Dich erkannt, bevor er noch ſchoß. Hat er nicht Unrecht gehabt, daß er Dich von den Spaniern nicht zuſammenhauen ließ? 6

Laurent ſchwieg einen Augenblick, dann wandte er ſich zu Morvan:

— Mein Herr, die Ehre befiehlt mir anzuerkennen, daß Ihr Benehmen unter dieſen Umſtänden bewundernswerth war. Ich hoffe jedoch, daß Sie es nicht benützen wekden, um mir die Genugthuung zu verſagen, die Sie mir ſchuldig ſind.

— Ihr Zweifel in dieſer Hinſicht, antwortete Morvan kalt, iſt faſt eine neue Beleidigung. Da Sie ein Geſpräch an⸗ knüpfen, welches Sie lieber hätten vermeiden ſollen, ſo erlauben

Sie mir Ihnen eine Bemerkung zu machen: indem Sie unter