Teil eines Werkes 
3. Band (1854)
Entstehung
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Hut hielt er mit der linken Hand vor ſich hin, während er mit der Piſtole in ſeiner Rechten bereit war, dieſe improviſirte Pulvermiene anzuzünden, ſobald ſeine Gegner es wagen wür⸗ den ſich ihm zu nähern.

Es war unzweifelhaft, daß Laurent unterlegen wäre, wenn die Spanier ihn ohne Zaudern angegriffen hätten; aber es war auch nicht weniger wahrſcheinlich, daß mehrere von ihnen ihre Kühnheit mit dem Leben hätten bezahlen müſſen. Nun war aber keiner verſucht ſich für den Sieg der Uebrigen aufzuopfern. Dieſes begreifliche und natürliche Gefühl des Egoismus machte die Stärke des ſchönen Laurent aus.

Kaum hatten die Lanciers den Ritter bemerkt, als zehn von ihnen die Blokirung des Flibuſtiers aufgaben, um dem neuen Gegner entgegenzueilen. Der Moment war feierlich, die Lage kritiſch; der junge Mann fühlte inſtinktmäßig, daß er ver⸗ loren wäre, wenn er ſich nur einen Augenblick aufhielte, um ſein Gewehr wieder zu laden. Er fuhr darum fort, vorwärts zu eilen.

Schon bedrohten die ſpaniſchen Lanzen ſeine Bruſt, als ein Schuß, der aus dem Walde kam, einen ſeiner Angreifer vom Pferde warf; die Anderen blieben ſtehen.

Dieſe unerwartete Hilfe gab Morvan all ſein Selbſtver⸗ trauen wieder, und brachte ihn auf eine glückliche Idee: er wandte ſich gegen den Wald zurück und rief aus Leibeskräften: „Zu mir her, meine Freunde eilet, die Schurken entwiſchen euch!“

Sogleich erſchienen zehn wüthende Hunde, die gewöhn⸗ liche Avantgarde der Boucanier. Die Gegenwart dieſer ſchreck⸗ lichen Thiere beſtätigte die Worte Morvan's dermaßen, daß die Spanier ſie nicht in Zweifel ziehen konnten. Sie bildeten ſich ein in einen Hinterhalt der Ladrones(Räuber) gefallen zu ſein,

ſo nannten ſie nämlich die Jäger der Wildſchweine und Stiere,

kehrten mit ſeltener Haſt um, und flohen wie ein Schwarm von Raben beim Anblick des Jägers.