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Jeanne liebte die lachenden Einſiedeleien der Wälder, und Fnſel Morvan, der ſich nun zum erſten Male mitten im Glanz und den Kruß Schönheiten der tropiſchen Natur befand, war bis zum Entzücken Enffn verwundert. Wenn Jeanne von den niedern Sträuchern halb bedeckt ihm d ihm in der Ferne wie eine nebelhafte und poetiſche Viſion erſchien, die A dachte er an Nativa. Wenn das Mädchen wieder zurückkam, ſo be⸗ ſein 6 3 dauerte er nicht, daß die Täuſchung geſchwunden ſei; denn er fühlte künner für die Boucanierjungfrau, obſchon er ſie kaum kannte, die Neigung eines Bruders für ſeine Schweſter. Morvan fühlte, ohne ſich davon grie 1 Rechenſchaft zu geben, jenen unwiderſtehlichen Einfluß, welchen ſinn jedes junge, reizende und züchtige Weib auf alle, die ihr nahe Lid 4 kommen, ausübt; es gab Augenblicke, in denen er von einem Soſ geheimnißvollen Zauber gebannt, Waldblume und Nativa zu ing
einem Bilde verſchmolz. Kurz vor Mittag wurde es im Walde
drückend heiß; das war die Zeit der Mittagsruhe. 5 — Willſt Du, daß wir ausruhen ſollen, Ritter Louis? e 1 ſagte Jeanne zu ihm. Da Morvan dieſen Vorſchlag annahm, ſetzte ſich das 1 Mädchen auf den Raſen nieder, ſtützte ihren reizenden Kopf af iſ einen mit weichem Moos bedeckten alten Baumſtamm und ver⸗ ſank ſogleich in einen ruhigen Schlaf. Die zu ihren Füßen lie⸗ würde genden Hunde ſchienen über ihre Sicherheit zu wachen. Morvan Ingſ bewunderte ſtehend und mit gekreuzten Armen dieſes reizende Bild. Außer Nativa war er in ſeinem ganzen Leben nicht einer thut 1. Schönheit begegnet, welche mit der von Graubart's Tochter ver⸗ haue glichen werden konnte; nur rührte ihn dieſe Schönheit, während zure diejenige der Spanierin ihn mehr blendete. ſhitz — Ach, ſagte er ſeufzend, Nativa zum Weibe und Jeanne ¹ zur Schweſter zu haben! wäre das nicht der Himmel auf Erden? uug Der von Jeanne zur Mittagsruhe auserwählte Ort war 6 von der Wohnung ihres Vaters drei Meilen entfernt, und zwar F 1 an der Grenze der Savanne, welche den ſpaniſchen Theil der


