Teil eines Werkes 
3. Band (1854)
Entstehung
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4 Leute voll berauſchenden Glückes.

— Keineswegs; ich will ihm eine Kugel in den Leib jagen, dieſes Mittel iſt ſicherer, als ein Duell.

— Wenn Du das thuſt, ſo werde ich Dich von ganzem Herzen haſſen, Elender!

— Weißt Du, was dann geſchehen wird? rief Lederhaube in Wuth ausbrechend. Ich werde Dich töbten, Jeanne!

Das Mädchen zuckte mitleidsvoll die Achſeln.

— Blöder Menſch, ſagte ſie ruhig, was willſt Du ohne mich beginnen? Du biſt es gewohnt, mich zu ſehen.

— Das iſt wahr, Waldblume, antwortete Lederhaube betroffen; es wäre mir gar nicht mehr möglich ohne Dich zu leben. Mein Gott! was ſoll ich thun?

— Mir gehorchen, mein Freund! Komm mit mir!

Graubarts Matroſe, gewohnt den Wünſchen des jungen Mädchens ſeinen Willen zu unterordnen, begehrte keine Erklä⸗ rung und folgte ihr. Jeanne ging dahin zurück, wo Morvan ſie erwartete.

— Ritter Louis, ſagte ſie zu ihm, ich bringe Dir Leder⸗ haube, der Dich ſelbſt verſichern will, daß er Dich liebt. Leder⸗ haube, wiederhole dem Ritter, daß Du ihn liebſt!

Der Rieſe zauderte; da er jedoch den Blick der Wald⸗ blume ſich verdüſtern ſah, faßte er kühn ſeinen Entſchluß, ging auf den jungen Mann los und ſprach mit jener polternden Stimme, welche der Leſer bereits an ihm kennt:

— Ich liebe Sie, Ritter Louis!

— Sehr wohl, Lederhaube. Drück' mir einmal die Hand und dann verlaß uns! ſagte Jeanne.

Graubart's Geſellſchafter gehorchte zwar, aber mit ſehr ſaurer Miene.— Morvan ſah es mit Vergnügen, ohne ſich über dieſes Gefühl Rechenſchaft geben, daß Lederhaube ſich entfernte. Die Stunden, die nun folgten, waren für die beiden