Teil eines Werkes 
3. Band (1854)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

— Da Du meinen Matroſen daheim laſſeſt, ſo nimm we⸗ nigſtens einen Theil der Meute mit Dir.

Der bretagniſche Edelmann konnte von ſeinem Erſtaunen gar nicht zurückkommen; dieſe Nachgiebigkeit oder vielmehr dieſe Gleichgiltigkeit, welche Graubart den Geſetzen der Schicklichkeit gegenüber an den Tag legte, ſtürzte alle ſeine europäiſchen Be⸗ griffe um. Bevor Waldblume fort ging, rief ſie Morvan in die Wohnung und wartete ihm mit einem Stück geräucherten Wild⸗ ſchweinfleiſches und mit einigen Früchten auf. Nach dem ſchnell beendigten Frühſtück begaben ſich die beiden jungen Leute auf den Weg. Während der erſten zehn Minuten ging Waldblume an Morvan's Seite und beobachtete ein ſtrenges Stillſchweigen.

— Heilige Jungfrau! rief ſie plötzlich, wie glücklich fühle ich mich jetzt! Wenn Du Dich nicht morgen mit Laurent ſchlagen müßteſt, ſo wäre dieſer Tag der ſchönſte meines Lebens!

— Was macht Dich ſo glücklich, meine Schweſter?

— Daß Du mit mir biſt, Ritter Louis, antwortete ſie naiv, und begleitete dieſe Worte mit einem ſüßen und züchtigen Lächeln.

Bei dieſer Aeußerung, die aus ihrem Herzen kam, fühlte ſich Morvan verwirrt; bevor er das Geſpräch wieder anknüpfte, mußte er ſich erſt bemeiſtern, um dem jungen Mädchen nicht ſeine Bewegung zu verrathen.

— Jeanne, ſagte er zu ihr, wohnſt Du ſchon lange in dieſem Walde? Haſt Du niemals in einer Stadt gewohnt?

— Nie, Ritter Louis! Nur wenige Monate hielt ich mich mit meinem Vater in Port⸗Paix und Leogane auf. Der Auf⸗ enthalt in dieſen Städten iſt mir unerträglich; die Luft, die man dort einathmet, iſt erſtickend, die Blumen haben keinen Duft, und die Menſchen reden ſo, daß man darüber zürnen muß, obwohl man ſie nicht verſteht. Ich bin nur in meinen Wäldern zufrieden. Ich bin hier geboren, und hier hoffe ich zu ſterben.

— Haſt Du Deine Mutter nicht mehr, Jeanne?

—

fahren More ſulsge

wie w

trift,

Vald

denen

mit hen,

nehr iſ da ls h Jena

nere ufd in3

ein n

ſhwa