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richt von Deinem Sieg oder Deinem Tod hier zu warten? Nein, Ritter Louis, ich will Deinem Kampf mit Laurent beiwohnen. — Du wirſt ihn tödten, nicht wahr? Schwöre mir, daß Du ihn tödten wirſt.— Wenn Du beſiegt würdeſt, ſo gäbe es von nun an kein Glück für mich! Ich würde Dich fortwährend blaß und blutend vor mir ſehen.— das wäre ſchaurig! Und wer weiß, fügte Jeanne hinzu, nachdem ſie überlegt hatte, ob ich dieſes Duell nicht verhindern werde? Der ſchöne Laurent, der gegen
alle Welt ſo kühn und ſo ſpöttiſch iſt, behauptet, daß er mich
liebe. Aber ich muß Dir geſtehen, daß ich gegen ihn immer eine tiefe Abneigung empfunden habe. Da es ſich jedoch um Dein Heil handelt—
— Meine gute Jeanne, unterbrach Morvan das Mädchen mit dem Tone des ſanften Vorwurfs, iſt es denn in St. Domingo gebräuchlich, daß die Frauen dazwiſchen treten, wenn die Män⸗ ner eine Ehrenſache miteinander auszumachen haben? In der Bretagne, dem Vaterlande Deiner Eltern, iſt es nicht ſo; die Frauen beweinen die Todten, preiſen die Sieger und verachten
die Feigen! Wenn Du Dich dieſem Duell widerſetzen würdeſt,
ſo wären Deine Bemühungen vergebens und Du würdeſt mir damit nur peinlich ſein.
— Ja, Ritter Louis, Du haſt recht! Du mußt Dich ſchlagen.— Ich weiß wabrhaftig nicht, was ich heute habe.— Ich rede irre.
— Deinem Wunſch, dieſem Duell beizuwohnen, mußt Du ebenfalls entſagen, Jeanne. Deine Gegenwart würde mich hemmen und mich meinem Gegner gegenüber in Nachtheil bringen.
— Gut, Ritter Louis, ich werde gehorchen.
Jetzt kamen Montbars und Graubart, beide mit langen Flinten bewaffnet.
— Louis, ſagte der Flibuſtierchef, es iſt fünf Uhr, wir müſſen gehen.
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