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Kapellmeiſter in Ordnung gehalten wird, vereinigen ſich zu einem vollſtändigen Enſemble und bilden ein göttliches Orcheſter.
Gigantiſche Bäume, deren unterſte Aeſte, durſtig nach Säften, ſich zum Boden geneigt und dort wieder Wurzel faſ⸗ ſend, eben ſo vielen neuen Stämmen das Leben gegeben ha⸗ ben, bieten dem Blick eine wunderbare Verſchiedenheit von male⸗ riſchen und fantaſtiſchen Formen. Die breiten Blätter des dichten Laubes ſind mit zahlreichen Thautropfen bedeckt und bilden ein feenhaftes und blendendes Gewölbe, das an Glanz und Pracht die üppigſten Beſchreibungen der orientaliſchen Poeten übertrifft. Das war das Schauſpiel, welches Morvan bei ſeinem Erwachen am andern Morgen erblickte. Er war um vier Uhr aufgeſtanden und erwartete nachdenkend und geſammelt die Stunde des Zwei⸗ kampfes; er dachte an ſein ſonſt ſo ruhiges und gleichmäßiges Leben, und die zahlreichen Ereigniſſe, die ſein Daſein ſeit eini⸗ gen Monaten bezeichneten, an ſeine Liebe für Nativa.
Montbars lag völlig angekleidet auf einem Strohlager in einem tiefen und ruhigen Schlaf. Morvan wurde von einem leichten Schlag an die Thüre ſeiner Kammer aus ſeinen Gedanken erweckt, faſt in demſelben Augenblick trat Jeanne ein; ſie hatte einen Korb voll Blumen und Früchte in der Hand.
— Mein Freund, ſagte ſie zu Morvan mit faſt ſchüchter⸗ nem Tone, ich habe die ganze Nacht an Dich gedacht und keinen Augenblick der Ruhe genießen können. Warum ſind die Menſchen ſo böſe uud wollen ſich immer Schlimmes anthun? Es ſcheint mir doch, daß es ſo leicht wäre, daß ſich alle liebten und glücklich wären. Ich weiß wahrhaftig nicht, was mit mir vor⸗ geht; ſeit ich auf der Welt bin, habe ich noch nicht ſo viel nach⸗ gedacht, wie ſeit geſtern.— Und Du, haſt Du auch an mich gedacht?— Haſt Du den Tag mit Ungeduld erwartet, um mich wiederzuſehen?— Fürchteſt Du Dich vor Laurent?— Hoffſt Du dieſes Duell als Sieger zu beſtehen?


