Teil eines Werkes 
3. Band (1854)
Entstehung
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Nach beendetem Mahle ſchickten ſich die Gäſte an die Ta⸗ fel zu verlaſſen, als in der Ferne Hundegebell erſcholl.

Ah, jetzt kommt Lederhaube zurück, ſagte Jeanne mit gleichgiltiger Miene.

Einige Minuten ſpäter trat das mit dem Spitznamen Lederhaube bezeichnete Individuum in den Saal. Lederhaube, der Matroſe oder Geſellſchafter Graubarts, war ein großer ſtar⸗ ker Burſche von dreißig Jahren und rieſigem Wuchs; ſein ſehr

dicker Bulldogkopf war anſtatt mit der ovalen Kopfbedeckung

der Boucanier mit einer platten ledernen Haube bedeckt, da⸗ her ſein Spitzname. Als er Montbars erblickte, enthüllte er eine ſchreckliche Reihe von Zähnen, das war ſeine Manier zu lächeln; aber wie ſein Blick auf Morvan fiel, zeigte ſich in ſei⸗ nem rohen Geſicht ein ſtarker Ausdruck von Unzufriedenheit.

Wer iſt dieſer Menſch, Graubart? fragte er ſeinen Matroſen mit einer Stimme von bedeutender Tiefe.

Das iſt mein Freund, ſagte Jeanne; der Ritter Louis! Wir lieben uns ſchon ſehr.

In dem Falle rathe ich dem Ritter Louis, ſich ſo ſchnell als möglich davon zu machen, wenn er nicht eine Kugel in den Kopf haben will! rief Lederhaube, indem er mit dem Kol⸗ ben ſeiner Flinte auf den Boden ſchlug.

Als der Edelmann dieſe Worte hörte, ſprang er von ſei⸗ nem Sitze auf; aber Jeanne errieth ſeinen Gedanken und ſtürzte ſich zwiſchen ihn und Lederhaube.

Ritter Louis, ſagte ſie mit vollkommener Ruhe, er⸗ zürne Dich nicht; Lederhaube iſt roh, aber durchaus nicht böſe. Du wirſt gleich ſehen, wie ich ihn behandeln werde. Lederhaube, fuhr das junge Mädchen zu dem Rieſen gewendet fort, bitte meinen neuen Freund für Deine Grobheit um Vergebung ich will es!

Ich, um Vergebung bitten! entgegnete Graubarts Matroſe, wie ein Bär brummend.

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