Teil eines Werkes 
3. Band (1854)
Entstehung
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verſteht ſich aber auch, da ich immer das Bildniß der heiligen Anna von Auray, welches mir meine Mutter hinterlaſſen hat, miteinſchiffe, und Morgens und Abends vor demſelben mein Ge⸗ bet verrichte. Warum ſollte man mir nicht einen Theil der Beute geben? Ich verdiene ihn ja ehrlich.

Sie beten zu meiner guten heiligen Anna von Auray! rief Alain, der die Augen niederſchlug, um nicht den Blicken des Mädchens zu begegnen. Sehen Sie, Sie können ſich gar nicht vorſtellen, wie ſehr mich das freut. Ich gebe es zu, daß ich häßlich bin, aber glauben Sie mir, die Schönheit be deutet nicht viel! Wie häßlich ich auch immer ſei ſo oft Sie einen braven Burſchen brauchen, der tapfer drein ſchlägt und wie ein Hund gehorcht, werden Sie mich und meinen Penbas zu Ihrem Befehle finden; ich verſpreche Ihnen, daß Sie ſich über uns nicht zu beklagen haben werden.

Biſt Du Deinem Herrn anhänglich?

Ob ich ihm anhänglich bin? rief Alain mit Nachdruck. Ich möchte ſehen, daß ein Mann es wagen würde dieſe Frage an mich zu ſtellen, ich würde ihm alle Knochen im Leibe zerſchlagen.

Dann liebe ich Dich; wie heißt Du?

Alain, mit Reſpekt zu melden und zu diei mein Fräulein.

Da ich Dich jetzt mit größerer Aufmerkſamkeit be⸗ trachte, gefällt mir Deine Häßlichkeit. Alain, warum ſagſt Du nicht Du zu mir?

Ich ſoll ein Frauenzimmer dutzen, Fräulein! rief der Bretagner halb entrüſtet halb verwirrt, das iſt mir noch nie zugekommen, und mit Hilfe meiner guten heiligen Anna von Auray wird es mir, wie ich hoffe, auch niemals zukommen!

Ich ſehe, daß Du doch auch in den Städten erzogen worden biſt.

Fräulein, ich bin niemals von Penmark weggekommen.

3.