Teil eines Werkes 
3. Band (1854)
Entstehung
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Geſchenke an, die mir gefallen. Haſt Du von Deiner letzten Kreuzung nichts mitgebracht?

Ich bin erſt vor zwei Tagen auf St. Domingo ange⸗ kommen, ſagte Morvan, der wider ſeinen Willen ſich durch das Intereſſe, welches ihm Graubart's Tochter bewies, geſchmeichelt fühlte, und von ihrer anmuthsvollen Sittſamkeit gefeſſelt war; ich verſpreche Dir, Dich, ſobald ich von meiner erſten Seefahrt zurückkehre, von meiner Beute auswählen zu laſſen, was Du wirſt wollen.

Du haſt mit den Spaniern noch nicht gekämpft! rief Jeanne erſtaunt. Du biſt aber doch tapfer, nicht wahr? Oſich bin deſſen gewiß, daß Du tapfer biſt, fügte ſie hinzu, nachdem ſie ihn zum hundertſten Mal angeblickt hatte; nun, Ritter Louis, ich will Dich bei Deiner erſten Expedition begleiten.

Ich glaubte, Jeanne, daß die Geſetze der Flibuſtier die Anweſenheit der Frauenzimmer auf ihren Schiffen nicht erlauben!

Ja, das iſt wahr, Frauenzimmer! Aber ich, das iſt ganz etwas Anderes! Ich bin eine Boucanierin! Du ſtaunſt; glaubſt Du, daß ich Dich täuſche? Biſt Du denn noch nicht mein Freund, daß Du meine Aufrichtigkeit bezweifelſt? Ich lüge nie, weißt Du! Frage Montbars.

Jeanne hat ein Recht ſo zu ſprechen, ſagte Montbars. Ihre Zulaſſung am Bord unſerer Schiffe iſt die einzige Aus⸗ nahme, die exiſtirt. Es iſt Graubart's Tochter nicht nur erlaubt ſich unter uns zu mengen, ſondern die Flibuſtier ſind noch über⸗ zeugt, daß ihre Anweſenheit am Bord eines kreuzenden Schiffes demſelben Glück bringe, und bis jetzt hat der Zufall dieſen

Glauben noch immer beſtätigt. Es gelingt nur nicht Jedem ſich ihre Begleitung zu erwirken. Man gibt ihr immer gewiſſenhaft einen Theil der Beute.

Das iſt gewiß, daß ich Glück bringe! rief Jeanne,

welche ſich über Montbars' Erklärung zu ärgern ſchien. Das

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