Teil eines Werkes 
3. Band (1854)
Entstehung
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Wirklich nicht, meine hübſche Jeanne! Was iſt Dir denn zugeſtoßen? Warum begleitet Dich Lederhaube nicht?

Er hat in der Nähe von hier die Spur eines Wild⸗ ſchweines gefunden. Wir dürfen ihn vor einer Stunde nicht zurückerwarten.

Das junge Mädchen warf dann den Hut weg, ließ ihr blondes Haar herabflattern, und eilte zu Mortbars.

Du biſt nun zurück, mein Freund, ſagte ſie zu ihm; wie freue ich mich Dich unter uns zu ſehen. Denk einmal, ich

und Lederhaube, wir haben heute Morgen einen Trupp ſpani⸗ ſcher Boucaniers getroffen, die uns bis gegen Mittag verfolgten! Ich hoffe, daß Du viele Spanier tödten werdeſt! Wenn Du willſt, daß ich Dich immer lieb haben ſoll, ſo wirſt Du keinen

zum Gefangenen machen. Das ſind böſe hinterliſtige Leute, die kein Mitleid verdienen! Sage mir, Montbars, haſt Du mir

kein Geſchenk mitgebracht? Nun iſt es ſchon ein ganzes Jahr,

ſeitdem Du mir nichts geſchenkt haſt.

Die Tochter des Boucaniers hielt einen Augenblick inne, dann fuhr fie, ohne Montbars Zeit zur Antwort zu laſſen, fort:

Sage mir, Montbars, wer iſt der junge Mann, der da bei Dir ſitzt und mich ſo feſt anblickt? Er gefällt mir ſehr dieſer junge Mann; er ſieht ſo gutmüthig aus. Zieht er gegen die Spanier? Und wer iſt der da? fuhr ſie auf Alain deutend fort, der ſogleich erröthete; heilige Jungfrau, wie häßlich iſt der!

Dieſe Beiden, die erſt angekommen ſind, antwortete Montbars lächelnd, ſind Bretagner wie Dein Vater und Deine Mutter, Beide verdienen es, daß Du ſie liebeſt, denn ſie ſind rechtſchaffen und tapfer. Der welcher Dir beſſer gefällt, iſt mein Neffe, und heißt Ritter Louis; der andere iſt ſein Diener.

Weil Du ſo gut und ſchön biſt, Ritter Louis, ſagte Jeanne, die ſich ſogleich zu ihm niederſetzte, werden wir Freunde ſein; willſt Du?

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