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— Nun denn! Da Du nicht mein Diener werden kannſt, ſo wirſt Du mein Freund bleiben, nicht wahr, Alain?
— Ihr Freund auf Leben und Tod!
Sobald ſich die Reiſenden erholt hatten, nahm Graubart ſeine Flinte, pfiff ſeinem Hund, und machte ſich, von Montbars, Morvan und Alain begleitet, auf den Weg nach dem Berge Piton.
Dieſer kegelförmige Berg mußte früher ein Vulkan ge⸗ weſen ſein, man ſah noch die Stelle des Kraters, und ſchreck⸗ liche Riſſe an den Seiten desſelben. Kaum eine Viertelmeile von Graubart's Wohnung entfernt, war der Berg Piton vom Walde Roger wenig mehr als hundert Schritte entfernt; da er— richtete der Boucanier ſeine Schießhalle.
Seine Vorbereitungen waren nicht von langer Dauer, und ſehr einfach; er hieb einen jungen, zwei Zoll dicken und mannshohen Strauch um, ſteckte ihn in die Erde, und zählte eine Entfernung von zweihundert Schritten ab. Dann übergab er Morvan ſeine Boucanierflinte, und erklärte ihm klar und kurz die von der gewöhnlichen Art abweichende Weiſe, in welcher man dieſe Waffe anlegen und mit ihr zielen mußte. Sobald er ſeine Erklärungen gemacht hatte, commandirte er Feuer; der Schuß ging los, der Strauch blieb unberührt.
— Für einen Anfang iſt das meiner Treu nicht ſchlecht, ſagte er mit einem Ausdruck von Zufriedenheit, der mit ſeiner gewöhnlichen Kälte im Widerſpruche ſtand. Ihre Kugel iſt zwei Zoll links vor dem Strauch vorbeigeflogen.
— Woher wiſſen Sie das? fragte ihn Morvan erſtaunt. Können Sie denn dem Flug einer Kugel mit den Augen folgen?
— Nein; aber an der Bewegung und Richtung Ihrer Waffe kann ich den Schuß leicht beurtheilen, und irre mich da— bei nicht um die Breite eines Haares.
— Graubart ſpricht die Wahrheit, fügte Montbars hinzu.


