Teil eines Werkes 
3. Band (1854)
Entstehung
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Neffen deutend fort, der Deiner bedarf. Er iſt der Sohn meines Bruders, und ich liebe ihn wie mein eigenes Kind. Du mußt mir helfen ihn lehren, ſich einer Boucanierflinte zu bedienen. Er wird ſich morgen mit Laurent ſchlagen.

Dann fällt er, antwortete Graubart ruhig; doch ich will ihm nichts deſtoweniger meine Erfahrung zu Gebote ſtellen. Aber Ihr müßt Erfriſchung nöthig haben, ſteigt von den Pferden und kommt in meine Hütte, Ihr werdet da einige Flaſchen Bor⸗ deaux finden.

Das Innere von der Wohnung des Boucanier's entſprach dem äußern derſelben vollkommen; es zeigte von wunderbarer Ordnung und Nettigkeit.

Ach mein Gott! rief Alain mit bewegter Stimme, iſt es möglich! Welches Glück!

Der Bretagner warf, ohne in eine weitere Erklärung ein⸗ zugehen, ſeinen Hut auf den Boden, kniete nieder, machte das Zeichen des Kreuzes und betete vor einem Bildniß der heiligen Anna von Auray, das an der Wand hing.

Dieſe Handlung ſchien Graubart ein gewiſſes Vergnügen zu machen. Ueber ſeine Züge, die beim Wiederſehen ſeines alten Freundes Montbars ruhig geblieben waren, glitt ein flüchtiges Lächeln der Zufriedenheit.

Du kennſt alſo die heilige Anna von Auray? fragte er Alain, nachdem dieſer ſein Gebet beendigt hatte.

Ob ich ſie kenne! rief der Penmarker entrüſtet, das iſt doch eine recht dumme Frage! Sehe ich denn aus wie ein Türke oder wie ein Heide? Ob ich ſie kenne, meine gute heilige Anna von Auray? Wir ſind innig verbunden miteinander, ſie gewährt mir alles, was ich nur will. Sehen Sie, Herr Ritter, fuhr der Bretagner fort, jetzt fürchte ich nichts mehr für Sie! Dieſes Bild, welches ich hier finde, iſt eine Mahnung des guten Gottes. Ich will gehängt werden, wenn Sie nicht den