Namen Morvan, daß Laurent Deinen Haß verdient, daß er Dich außer der groben Manier, mit welcher er Dich behandelte, auch noch perſönlich beleidigt hat, daß Du Dich an ihm zu rächen haſt.
— Ich verſtehe Sie nicht, Montbars. Ich beſchwöre Sie ſich deutlicher zu erklären.
— Liebſt Du Nativa noch immer? fragte der Boucanier nach einer kurzen Weile des Zauderns.
— Ob ich ſie liebe! Mehr als je!
— Dann, Louis, mußt Du Laurent tödten, denn er drückt ſich über Monterey's Tochter mit der größten Verachtung aus. Ich habe es ſchon hundertmal mit anhören müſſen, wie er von Monterey's Tochter ſprechend, ſich mit einer Gemeinheit und Frechheit ausdrückte, wie es ein wohlerzogener Menſch ſelbſt nicht in Bezug auf eine Buhldirne wagen würde. Louis, fuhr Montbars fort, ich hätte Dir dieſe Mittheilung nicht gern gemacht. Es widerſtrebte mir, Deine Leidenſchaft für ein Weib anzuru⸗ fen, das dieſer verfluchten ſpaniſchen Race angehört, die ich mit aller Kraft meiner Seele haſſe! Das Heil Deines Lebens hat meinen Zorn zum Schweigen gebracht. Möge die Erinnerung an Nativa Deinen Muth erhöhen und Dich zum Sieger über Laurent machen, und ich werde noch im Stande ſein, ſie zu ſegnen; denn Du ſiehſt es, Louis, ich liebe Dich, als wäre ich Dein Vater!
Des Boucaniers Worte klangen ſo aufrichtig, daß Mor⸗ van ſich gerührt fühlte. Doch ſeine Rührung war nicht von lan⸗ ger Dauer; Montbars' Mittheilungen hatten allen Zorn des jungen Mannes rege gemacht.
— Ah, Laurent wagt es Nativa zu beſchimpfen! rief er mit funkelnden Augen und kreiſchender Stimme. Gut, Montbars, und ſollte ich mich in ſeinen Degen ſtürzen und ſelbſt umkommen müſſen, Laurent wird ſterben!
Kurz bevor ſie am Berge Piton ankamen, mußten unſere Abenteurer durch den Wald Roger gehen, eine der reizenden


