Teil eines Werkes 
3. Band (1854)
Entstehung
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er auch etwas Gutes an ſich habe. Auf ſeiner Vergangenheit muß ein ungeheurer Schmerz laſten. Die Frauen behandelt er mit der größten Verachtung, und ſie ſind bis zum Wahnſinn verliebt in ihn. Das junge Mädchen, welches Du eben mit ſolcher Haſt ihm zu Hilfe eilen ſahſt, und die er ſo brutal von ſich wies, gehört einer der reichſten und edelſten Familien Eu⸗ ropa's an, die in Leogane anſäſſig iſt. Dieſer Laurent iſt ſelbſt für mich ein Geheimniß.

Jedenfalls, ſagte Morvan, deutet ſein Name nicht auf einen ſehr erlauchten Urſprung.

Du täuſcheſt Dich, mein lieber Louis. Heiße ich nicht Montbars? Auf der Inſel St. Domingo gibt es keinen einzigen Flibuſtier, ausgenommen Grammont, der ſeinen wirklichen Na⸗ men beibehalten hat. Unter den Dienern allein gibt es jüngere Söhne, welche dem höchſten Adel Frankreichs und Englands angehören!

Der Oheim und der Neffe brachten den Reſt des Tages mit einander zu. Den andern Tag begaben ſie ſich zeitlich früh auf den Weg nach dem Berg Piton, da Montbars den Ort, wo der Zweikampf ſtattfinden ſollte, im Voraus kennen lernen wollte. Alain folgte tiefbetrübt und unruhig ſeinem Herrn mit

geſenktem Kopf und kummervoller Miene; für die zwanzig Dub⸗

lonen, welche er vom ſchönen Laurent erhalten, hatte er ſich eine lange Boucanierflinte, und Pulver und Blei gekauft.

II.

Obſchon Montbars und Morvan mit trefflichen Pferden verſehen waren, ſo brauchten ſie doch beinahe drei Stunden, um die zwei Meilen zurückzulegen, welche die Entfernung des Ber⸗ ges Piton von der Stadt Leogane ausmachte.