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Der im Hintertheil des Gebäudes gelegene Salon ging in einen köſtlichen Garten hinaus, und bot ein Retiro dar, das einen König hätte eiferſüchtig machen können. Dieſes Gemach vereinigte alles, was die zarteſte und unerſättlichſte Einbildungs⸗ kraft erträumen konnte; Morvan war geblendet, obwohl er nicht den ganzen Werth aller Gegenſtände, die er vor Augen hatte, verſtand.
— Wirklich, Montbars, wenn Sie mir von dem, was ich jetzt ſehe erzählt hätten, ſo hätte ich mich trotz meinem Ver⸗ trauen zu Ihnen nicht enthalten können, Sie heimlich der Uebertreibung oder der Lüge zu beſchuldigen! Man muß da beinahe ſeinen Sinnen mißtrauen.
— Ja, mein Cabinet iſt nicht ſchlecht arrangirt, ant⸗ wortete der Boucanier mit vollkommener Gleichgiltigkeit, ich habe da Bilder und andere Kunſtgegenſtände, die mehr werth ſind als eine Million. Man muß doch, damit die europäiſchen Beſu⸗ cher keine ſchlechte Meinung von uns bekommen, ihrem Geſchmack gewiſſe Conceſſionen machen! Lege Dich in dieſe Hängematte, zünde Dir eine Pfeife an und höre mich. Mein lieber Louis, fuhr Montbars fort, nachdem er ſich eine Weile geſammelt, ich muß Dir erklären, daß ich von Deinem Benehmen ſeit unſerer Abreiſe von Frankreich außerordentlich befriedigt bin. Du haſt während der ganzen Fahrt einen Eifer und eine Lernbegierde gezeigt, die mich auf's Angenehmſte berührten und welche die vortreffliche Meinung, die ich mir von Dir gebildet hatte, ſehr befeſtigten. Heute erkläre ich Dir mit meiner gewohnten Offenheit und als ein Mann, der ſich durch kein Gefühl beirren läßt, daß
Du ein ausgezeichneter Seefahrer biſt und eben ſo fähig ein Schiff zu befehligen wie der erſte unſerer Boucanier. Pu brauchſt nur noch die Kanonentaufe. Ich beeile mich noch hinzuzufügen, daß ich dafür bürge, daß Dein Muth dem Meinigen gleicht.
— Ich danke Ihnen, Montbars, ſagte der junge Mann,


