Teil eines Werkes 
2. Band (1854)
Entstehung
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Anhänglichkeit gegenüber, eine gewiſſe Rührung nicht verbergen. Was Morvan betrifft, ſo war er in der Betrachtung dieſer ſo bizarren und maleriſchen Menge von Abenteurern ganz verſun⸗ ken. Die Einen waren mit einem Luxus gekleidet, deſſen Ueber⸗ triebenheit ans Lächerliche gränzte; ſie trugen Kleider, die an allen Nähten mit Gold geſtickt waren, Hüte mit Federbüſchen und Halsketten aus Edelſteinen, die Anderen boten, von elen⸗ den Lumpen kaum bedeckt, das Bild der ſchauderhafteſten Noth dar; zwiſchen dieſen beiden Extremen gab es kaum einige Ausnahmen.

In der That hatten es die Boucanier zur unwandel⸗ baren Regel angenommen, alles für die Gegenwart zu verſchwen⸗ den, um an die Zukunft gar nicht zu denken. Jeden Augenblick einem vorzeitigen und gewaltſamen Tode ausgeſetzt, beeilten ſie ſich ihre Reichthümer zu verſchwenden, damit ſie ſich, wenn eine ſpaniſche Kugel ſie in der Schlacht niederſtrecken ſollte, in ihren letzten Augenblicken nicht vorzuwerfen hätten: eine Leidenſchaft nicht geſättigt, eine Freude nicht genoſſen zu haben. Da ſie damit bedroht waren nur kurze Zeit zu leben, ſo verlegten ſie ſich darauf ſchnell zu leben. Mögen übrigens ihre Kleider reich oder arm geweſen ſein, ſo ſah man doch im erſten Augenblick, wie ſicher ihre Haltung war, und welche natürliche Unerſchrockenheit und kalte Entſchloſſenheit ſich auf ihren männlichen ehernen Ge⸗ ſichtern ausdrückte.

Hundert Schritte vom Fort erhob ſich ein ſchönes Wohn⸗ haus, welches Montbars' Eigenthum war; dahin begab er ſich.

Mein lieber Louis, ſagte er kine Stunde nach ſeiner Ankunft, und nachdem er die zahlreichen von allen Seiten ge⸗ kommenen Beſucher fortgeſchickt hatte, da der Gouverneur ab⸗ weſend iſt, und ich über den heutigen Abend verfügen kann, ſo ziehen wir uns, wenn es Dir gefällig iſt, in meinen traulichen Salon zurück; denn wie geſagt, ich muß mich mit Dir lange und ernſthaft unterreden.

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