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in die Augen. Ah, Ihr Schurken von Spaniern, Ihr ſollt ſehen!
— Sagen Sie mir, Montbars, ſprach Morvan, wel⸗ cher Unterſchied beſteht denn zwiſchen dem Boucanier und dem Flibuſtier?
— Vor vierzig Jahren hatte die Inſel St. Domingo nur franzöſiſche Bewohner, Jäger der wilden Stiere und Eber. Dieſe kühnen von ihrem Vaterland entfernten Männer mußten in ihrer Jagdbeute, die für ihre Nahrung zu viel war, ein ge⸗ winnreiches Verkehrsmittel ſuchen, um ſich die zu ihrem Noma⸗ denleben unentbehrlichen Gegenſtände, wie Pulver, Hausgeräthe, Kleidung u. ſ. w. zu verſchaffen. Sie begannen daher das Fleiſch der Eber zu räuchern und die Stierhäute zu gerben, die Schinken und das Leder verkauften ſie ſodann auf den be⸗ nachbarten Inſeln. Da nun die Karalben, die erſten Bewohner der Antillen, die Gewohnheit hatten, ihre Kriegsgefangenen in Stücke zu zerſchneiden und dieſe ſchauderhafte Nahrung nach einer Art von Speiſe zu bereiten, welche Barbacoa und in ihren Hütten Boucan heißt, ſo wurden unſere Landsleute, welche die Bewohner des Waldes ſo behandelten, wie die Ka⸗ raiben die Menſchen,„Boucaniers“ genannt. Seitdem iſt ihnen dieſer wilde Spitzname geblieben und heute iſt er ein⸗ gebürgert.
„Lange Zeit blieb die Exiſtenz der Boucaniers den Spa⸗ niern ein Geheimniß, erſt als ſie zahlreicher wurden und auf ihren Jagden bis auf die Prairien und in die Nähe der Woh⸗ nungen kamen, begannen die Anſiedler ſie kennen zu lernen. Erſchreckt durch eine ſolche Nachbarſchaft riefen ſie vom Conti⸗ nent und von den Nachbarinſeln zahlreiche Truppen zu Hilfe und begannen unſere Landsleute auf's Aeußerſte zu verfolgen. Mein lieber Louis, ich habe ſeit zwanzig Jahren gewiß vielen Schlach⸗ ten beigewohnt und bin Zeuge vielfacher Kataſtrophen geweſen; aber ich entfinne mich nicht, je etwas ſo wildes geſehen zu haben, *ſ 15.


