Teil eines Werkes 
2. Band (1854)
Entstehung
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wie dieſen blutigen Kampf; er war unerbittlich, ſchrecklich; ſo lange er dauerte, gab es kein einziges Beiſpiel von Pardon oder Gnade.

Die Spanier verzweifelten endlich uns zu beſiegen und hörten auf, uns zu verfolgen; ſie beſchränkten ihre Wuth blos darauf, wie Du es eben von einem jener Boucanier gehört haſt, das Wildbret der Inſel zu vernichten. Sie hofften dadurch uns dem Hunger preiszugeben und uns zu zwingen, daß wir die Inſel St. Domingo verlaſſen. Der Zufall verhinderte jedoch dieſen Plan und ihre Liſt wurde unſere Stärke; gezwungen die Wälder zu verlaſſen, um Lebensmittel zu finden, vereinigten wir uns, von der Noth und der Verzweiflung gedrängt, mit den Seeräubern oder engliſchen Flibuſtiern, denen wir begegneten. Von jener Zeit an begann unſere Macht aufzublühen. Unſere Erfolge zur See waren ſo groß, daß Frankreich, welches uns bis dahin mit ſolcher Verachtung behandelt hatte, ſich beeilte uns anzuerkennen, und daß der König unſere Exiſtenz dadurch ſanktionirte, indem er uns einen Gouverneur ſchickte, der den Zehnten unſerer Beute einnahm. Der Name Boucanier blieb alſo den Franzoſen, welche zuerſt nach St. Domingo kamen. Wir halten auf dieſen Titel ſehr viel; aber wir vergeben es den Leuten, wenn ſie uns aus Unkenntniß mit den Flibuſtiern ver⸗ wechſeln.

Ich danke Ihnen, Montbars, für dieſe Details. Ich bitte Sie mir noch zu ſagen, welche Stellung Frankreich heute St. Domingo gegenüber einnimmt.

Eine für uns ſehr günſtige, mindeſtens die Hälfte der Inſel gehört uns. Wir beſitzen das Gebiet, welches ſich vom Cap Lobos im Süden der Inſel bis zum Cap Samana im Norden, gegen den Oſten hin ausdehnt. Dieſes Gebiet, welches größer iſt, als zwei der ausgedehnteſten Proninzen von Frankreich, ent⸗ hält ſchöne und reiche von großen Flüßen durchſchnittene Prairien.