Teil eines Werkes 
2. Band (1854)
Entstehung
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Am andern Morgen entfernte ſich das Schiff unter günſti⸗ gem Winde von der franzöſiſchen Küſte.

Adieu, mein Heimatsland, wo ich keinen Freund zu⸗ rücklaſſe, wo meine Abreiſe keinen Kummer erregt! ſagte Mor⸗ van, indem er einen letzten Blick auf das Land warf, das ſich am Horizonte ſchon mit dem Himmel zu verſchmelzen begann;z adieu!

Betrübe Dich nicht unnützer Weiſe, mein lieber Louis, fügte Montbars hinzu; das undankbare Land, welches Du ver⸗ läſſeſt, hat für Dich weder Glück noch Liebe gehabt! Es hat Dich in Deinem Elend ein kümmerliches Leben führen ge⸗ ſehen. Dein Fuß ſoll den heimatlichen Boden erſt dann wieder betreten, wenn Du reich und als Sieger heimkehrſt! Sei munter und denke an den neuen ungeheuren, unendlichen Wir⸗ kungskreis, der Dich erwartet.

O, ſagte Morvan, wie könnte ich mich nach Frank⸗ reich zurückſehnen, da ich Nativa wieder ſehen werde.

Xl.

Am 20. April 1696 ſegelte ein ſchöner Dreimaſter von 150 Tonnen durch den Kanal der Inſel Tortue. Am Bord die⸗ ſes Schiffes, das eben von Frankreich ankam, befanden ſich Montbars, Morvan und Alain.

Es war ſieben Uhr Abends; der im Abendroth glühende Horizont bot ein Bild jenes wunderbaren unbeſchreiblichen Son⸗ nenuntergangs, der nur in den tropiſchen Gegenden zu finden iſt und wovon weder die Feder noch der Pinſel eine Idee ge⸗ ben kann.

Nun, lieber Louis, ſagte Montbars zu ſeinem Neffen, indem er die vom Lande her wehende Luft mit gehobener Bruſt einathmete, wie gefällt Dir Dein neues Vaterland? Sieh' dieſe