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hat mir geſagt, daß Sie ſich retten werden, und ſeitdem ſtreife ich jede Nacht am Strande herum. Ach, du lieber Gott, wie bin ich jetzt zufrieden! Als hätte mir Einer einen Sack voll Thaler geſchenkt. Ich kenne mich nicht aus vor Freude! Weil ich eben von Thalern rede, Herr; ich habe nicht mehr als tau⸗ ſend Livres ausgegeben.— Aber kommen Sie, das Schiff wartet auf Sie.
Während der Ueberfahrt fragte Morvan nach langem Zaudern ſeinen Diener, ob er nichts von Nativa vernommen habe.
— Ah! der kleine Bleichfiſch von Penmark; jawohl habe ich von ihr gehört, ſie war ſogar bei Ihnen um Sie zu beſuchen.
— Nativa kam, um mich zu beſuchen! rief der junge Mann hingeriſſen vor Freude, das iſt unmöglich!
— Aber doch! Zum Beweis hat ſie mir einen Brief für Sie übergeben.
Zwei Stunden nach ihrer Flucht befanden ſich die beiden Flüchtlinge am Bord des Schiffes, welches der Rheder Cointo für ſie gemiethet hatte und welches längs der Küſte lavirend auf ſie wartete.
Morvan's erſte Sorge war, Nativa's Billet zu leſen. Die reizende Spanierin berichtete ihm, daß ihr Vater vom König Befehl erhalten habe, Frankreich zu verlaſſen, und daß der Graf von Monterey mit ihr zuerſt nach Spanien und von dort nach St. Domingo reiſen werde.
— Montbars, ſagte er, als er den Boucanier auf ſich zukommen ſah, wo ſoll uns Ihr Schiff hinbringen?
— Nach St. Domingo! antwortete der berühmte Chef der Flibuſtier freudig.
Morvan küßte Nativa's Billet entzückt, und mit einem dankbaren Blick gen Himmel ſagte er:
— Dank, mein Gott, du beſchützeſt meine Liebe!
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