Teil eines Werkes 
2. Band (1854)
Entstehung
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und hinunter⸗ und er kein an folgte ihn. Strickleiter;

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nütze Hilfe nicht annehmen, die Sie in's Verderben ſtürzt, ohne mich zu retten! Suchen Sie in's Gefängniß zurückzukommen, dann werden Sie die Leiter zu ſich hinaufziehen! Eilen Sie, ich fühle, daß meine Kräfte mich verlaſſen!

Mein Gott, wie viel verlorene Zeit! Schnell, ich ſage Dir, Deine Arme um meinen Hals und fürchte nichts das iſt für mich nur ein Spiel!

Nein! Nein! Montbars. Sie müſſen leben, um mei⸗ nen Vater zu rächen und Nativa mein letztes Lebewohl zu über⸗ bringen, meinen letzten Liebesgedanken!

Verdammt ſei Dein Edelmuth! rief der Boucanier. Du begreifſt alſo nicht, Louis, daß ich Dich nicht verlaſſen werde daß jede Seeunde, die vorübergeht, mich ſchrecklich ermüdet! Im Namen Deines Vaters, umfaſſe meinen Hals mit Deinen Armen und laß mich nur machen.

Der Boneanier ließ ſeinen Worten die That folgen, und glitt zwiſchen die Strickleiter und den jungen Mann, ſo daß

dieſer entweder loslaſſen oder gehorchen mußte.

Nun fand eine Szene ſtatt, welche die Einbildungskraft ſich nicht vorſtellen und die unmächtige Feder nicht wieder geben kann. Die vom Sturm heftig geſchüttelte Leiter ſchleuderte die beiden Flüchtlinge über dem Abgrund heftig hin und her, und an die Mauer des Gefängniſſes. Kein Wort wurde geſpro⸗ chen; man hörte nur den gepreßten Athem zweier Menſchen, die dem Tode nahe ſchienen. Dieſer ſchauderhafte Kampf dauerte beinahe zwei Minuten.

Montbars, ſagte Morvan endlich, indem er die Leiter ergriff, mein Schwindel iſt vergangen. Dank, ich verdanke Ihnen mein Leben!

Der junge Mann kletterte dann den Raum von vier bis fünf Schuh, der ihn noch vom Fenſter trennte, mit Leich⸗ tigkeit hinan.