Teil eines Werkes 
2. Band (1854)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

56

errege, wollte Montbars ſchon die Leiter verlaſſen und hinunter⸗ ſpringen. Da aber einige Secunden verfloſſen und er kein Geräuſch vernahm, ſo ſtieg er wieder hinab. Morvan folgte ihm. Der Boucanier erreichte bald das unterſte Ende der Strickleiter; Verrath! ſeine Füße begegneten nicht dem Boden. Im Augen⸗ blick ſtellte ſich ſeinem Geiſte ein ſchauderhafter Gedanke dar; er nahm ſeine mit Goldſtücken gefüllte Börſe und ließ ſie hinab⸗ fallen. Mehrere Seeunden, faſt eine Viertelminute verfloß, bis er das Geld auf die Felſen fallen hörte. Sein Verdacht wurde nun zur Gewißheit.

Louis! nimm Dich in Acht, rief er lebhaft, wir hän⸗ gen über einem Abgrund!

Morvan, wozu es wiederholen? war mit ſo großem Muth ausgeſtattet, als es die Schwäche der menſchlichen Natur zuläßt. Dieſe Worte aber klangen ihm wie Todtengeläute und verur⸗ ſachten ihm einen tödtlichen Schrecken.

Muth mein Freund, fuhr Montbars fort, als hätte

er den Zuſtand des jungen Mannes errathen. Muth, ſteige wie⸗

der hinauf!

Ich kann nicht, ſagte Morvan, deſſen Stirn ſich mit kaltem Schweiß bedeckte. Ich kann nicht!

Haſt Du denn Furcht?

Ja, ſagte der junge Mann, indem er ſich mit aller Kraft ſeiner Muskeln an die Leiter anklammerte, ja, ich habe Furcht! O verachten Sie mich nicht, mein Oheim! Mein Herz iſt ruhig und ich fürchte nicht den Tod. Aber mein Arm verſagt meinem Willen den Gehorſam.

Halte Dich feſt, mein Kind, halte Dich feſt hier bin ich, antwortete der Boucanier, der nun mit übermenſchlicher Kraft den Raum hinanſtieg, der ihn von Morvan trennte. Jetzt umfaſſe meinen Hals mit Deinen Armen.

Nein, Montbars! ich will dieſe edelmüthige und un⸗

nütze nich; dann! fihle,

ſge da

ſen bring

du!

werde

nüt nit

gltt dieſe

ſ

gebe die h und hen; den being

hri Ihn

im ige