Teil eines Werkes 
2. Band (1854)
Entstehung
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—

vres bei ſich trägt und es eben Mitternacht iſt, ſo iſt es nicht klug durch die Straßen von Paris zu Fuß zu laufen. Wollen Sie mir die Ehre erweiſen in meinem Wagen Platz zu nehmen? — Ich werde Sie im Vorüberfahren bei Ihrer Wohnung ab⸗ ſetzen.

Nocé machte ihm den Antrag mit ſolcher Liebenswürdig⸗ keit, daß Morvan nicht umhin konnte denſelben anzunehmen.

— Ritter, fuhr der junge Graf fort, als ſie neben ein⸗ einander im Wagen ſaßen, wiſſen Sie was ich thue, wenn ich in Verlegenheit bin, wie ich ein Geſpräch beginnen ſoll? Ich falle mit der Thüre ins Haus! Sie haben mir bei Ihrem Duell beſonders gefallen, und die Entrüſtung, welche Sie vorhin an den Tag gelegt haben, war mir ſehr angenehm, obſchon ſie einen derben Tadel meiner leichtſinnigen Aufführung enthielt! — Ich ſehe den Adel gern auf ſeinem Platz. Wir Höflinge ma⸗ chen uns zuweilen einer beklagenswerthen Nachläßigkeit ſchuldig.

Wenn es ſich nicht um einen Vorrang handelt, wenn wir nicht

eiferſüͤchtig ſind, weil der König einem von unſersgleichen den Vorzug gibt, ſo verſchleudern wir unſre Eigenſchaften und un⸗ ſere Perſon ſehr wohlfeil. Wir laſſen uns mit dem erſten beſten Emporkömmling in Vertraulichkeiten ein!— Dieſer elende Abbé Dubois iſt eine Macht; man legt Werth auf ihn! Folgen Sie mir, wenn Sie ſich für einige Zeit von Paris entfernen können, ſo zaudern Sie nicht abzureiſen. Dieſer Menſch ver⸗ dient durchaus keine Achtung, aber man darf ihn nicht verachten. Er beſitzt Geiſt, Verſchmitztheit und Kühnheit wie ein Teufel; noch mehr, er iſt gewaltthätig und feige bis zum äußerſten Grade, alſo ſehr zu fürchten. Ich wiederhole es Ihnen, trachten Sie ihm aus dem Wege zu gehen.

— Ich danke Ihnen, Graf, ſagte Morvan ganz gerührt von dem aufrichtigen Intereſſe, welches Nocé für ihn an den Tag legte. Sie konnten es an meinem heutigen Benehmen

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