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— Herr Graf! rief Dubois, indem er Nocé zornig an— blickte.
— Ei Abbe, entgegnete ihm dieſer, willſt Du nicht Hän⸗ del mit mir ſuchen, weil ich mich beſtrebe die Sache gütlich bei⸗ zulegen? Im Grunde hat der Ritter Recht, lieber Freund. Du taugſt nicht viel, und wir müſſen wirklich ſehr ſchlecht ſein, wenn wir Deine Freunde find.
— Das iſt gut! Nocé geht zum Feinde über, ſagte Dubois, der, indem er plötzlich Ton und Ausſehen änderte, die brutale Freimüthigkeit des Stuzers für einen Scherz zu nehmen ſchien, und ſich zu lächeln zwang. Nocé! bei Gelegenheit werde ich mich daran erinnern.
Der Elende ſprach die Wahrheit: Nocé mußte ſein Beneh⸗ men an dieſem Abend zwanzig Jahre ſpäter, als Dubois zum Premierminiſter ernannt wurde, mit der Verbannung büßen.
Morvan wollte fortgehen, als d'Effiat ſich an ihn wandte.
— Herr Ritter, ſagte er kalt, da Sie nicht am Hofe ſind und wir nicht die Ehre haben von Ihnen gekannt zu ſein, ſo nehmen Sie die zehntauſend Livres mit, die Ihnen zukommen.
D'Effiat nahm von ſeinen Nachbarn fünf Rollen mit Goldſtücken, jede zu 2000 Livres, und händigte ſie Morvan ein.
— Bei meiner Ehre, ſagte Nocé, dieſer Streit, der unſer Vergnügen ſo ungelegener Weiſe unterbrach, hat mir die Laune verdorben. Meine Herren, auf Wiederſehen! ich gehe ſchlafen.
— Ohne Groll, nicht wahr? rief Dubois dem fortge⸗ henden Nocé lächelnd nach.
— Groll gegen Dich, Abbé? Gott ſoll mich bewahren! Macht es Dich nicht glücklich die ſchwärzeſte Seele und den glänzendſten Geiſt des ganzen Königreichs als Genoſſen zu ha⸗ ben? Ich bin ganz der Deine!
Nocé und Morvan entfernten ſich zu gleicher Zeit.
— Ritter, ſagte der Erſtere, wenn man zehntauſend Li⸗


