Teil eines Werkes 
2. Band (1854)
Entstehung
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— Herr, ſprach er zu ihm gemeſſen und mit verachtungs⸗ vollem Blick, wenn Sie meines Standes oder wenigſtens ein rechtſchaffener Bürger wären, ſo würde ich Sie für Ihre Im⸗ pertinenz mit meinem Degen beſtrafen; aber wie ſchamlos Sie auch ſind, ſo werden Sie doch begreifen, daß es mir unmöglich iſt, mich einer ſolchen Perſon wie Sie zu nähern. Wenn ich mich weigere das Spiel fortzuſetzen, ſo geſchieht dies nur deß⸗ halb, weil ich ſo eben erfahren habe, was für eine ſchamloſe Bedientenſeele Sie find; ich würde mich für entehrt halten, wenn ich länger in Ihrer Geſellſchaft bliebe.

Dieſer heftigen Anſprache folgte ein tiefes Stillſchweigen; die jungen Herren begriffen, daß Morvan Recht habe, und dach⸗ ten keineswegs daran, obwohl ſie eigentlich indirekt auch belei⸗ digt waren, Dubois' Beleidigung zu rächen. Sie fühlten ſich in peinlicher Lage. Was den elenden Abbé betrifft, ſo bewieſen ſeine Leichenbläſſe, ſeine vom Zorn weitaufgeriſſenen Augen⸗ lider, ſeine geballten Fäuſte, wie ſehr er trotz ſeiner Scham⸗ loſigkeit den Schimpf empfand, der ihm öffentlich in's Geſicht geſchleudert wurde.

— Tauſend Donner! rief er, und ließ noch zehn Flüche nachfolgen; Sie Krautjunker, Sie ſollen mir dieſe Impertinenz nicht ungeſtraft in's Paradies mitnehmen! Sie wollen gegen mich den Prahler und Großſprecher ſpielen? Laſſen Sie doch ſehen, mein liebes Herrchen, würden Sie es wohl wagen mir Ihre Adreſſe zu geben?

— Ich wiederhole es Ihnen, daß wir miteinander nichts gemein haben können! Wenn ich Sie noch nicht mit meinem Stock ſchweigen gelehrt habe, ſo geſchah dies nur aus Reſpect für die Perſonen, die gegenwärtig ſind. Was meine Adreſſe betrifft, ſo bin ich weit entfernt davon ſie zu verhehlen, ich wohne..

— Es iſt unnütz, daß Sie dem Abbé Ihre Adreſſe geben, unterbrach ihn Nocé lebhaft. Was ſoll er damit machen?

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