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in eine ſchlechte Lage. Aergerte er ſich, ſo ſchrieb man ſeinen Zorn dem Verdruß ſich entlarvt zu ſehen zu; andererſeits konnte er die Stichelreden des Abbé nicht geduldig anhören: er be⸗ ſchloß daher zu warten, bis ein Vorwand ihm erlauben würde ſich zu rächen.
— Abbé, laß Dir von dieſen Damen Champagner ein⸗ ſchenken, und ſpiele mit uns Landsknecht, ſagte d'Effiat; ſpielen iſt beſſer als ſtreiten.
— Sie vergeſſen, Marquis, daß ich nichts anderes trinke als Waſſer, und daß ich in meinem ganzen Leben keine Karte berührt habe, antwortete Dubois. Machen Sie ſich meinet⸗ wegen keine Mühe. Ich bin nur gekommen um Brancas etwas zu ſagen, und werde gleich wieder fortgehen.
— Geht man um Mitternacht fort, Abbé?
— Wenn man Morgens um drei Uhr aufſtehen muß um zu arbeiten, ſo ſcheint mir das kein zu großes Opfer, das man dem Gott Morpheus bringt.
— In der That, Abbé, du biſt das außerordentlichſte Weſen, das ich kenne. Du findeſt Gelegenheit an allen Feſtlich⸗ keiten, an allen Partien theilzunehmen, ohne daß Dich das in deinen ernſten Beſchäftigungen ſtört. Du biſt wohl der zerſtreuteſte Arbeiter und der arbeitſamſte Müßiggänger in ganz Frankreich.
— Das verſteht ſich, Marquis, ſagte Dubois lachend— Da ich mir immer eingebildet habe, daß ich jung ſterben werde, ſo richte ich mir es ſo ein, daß ich an jedem Tage doppelt lebe; ich bin neununddreißig Jahre alt, und habe wohl ſchon ſechzig gelebt.
Als Morvan die Partie wieder beginnen ſah, und er die Hoffnung verlor, daß er Gelegenheit haben werde ſich an Du⸗ bois für ſeine Impertinenz zu rächen, ſo wandte er ſich zu einer der Operndamen, und fragte ſie flüſternd:
— Was iſt denn das für ein unverſchämter und ſchlecht erzogener Abbé?
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