mit einer erzwungenen Gleichgiltigkeit fort, welche durch das Feuer ſeines Blickes und die Bläſſe ſeines Geſichtes Lügen ge⸗ ſtraft wurde. Bei dieſer neuen Frage blickte Dubois den Ritter noch forſchender an als zuvor. — Ich behaupte das nicht, ſagte er, indem er den jungen Mann unverwandt anſah; wenn dieſe kleine Nativa ſchon einen Geliebten hat, und zwar einen neuen Geliebten, ſo kann ſie, obwohl auch dieſes unwahrſcheinlich iſt, Monſeigneurs Anträge zurückweiſen. — Notiva einen Geliebten! rief Morvan ausbrechend, und indem er von ſeinem Sitze aufſprang, Sie lügen, Elender! — Ah, Ritter! ſagte der Marquis d'Effiat halb ernſt, halb ſcherzhaft, nehmen Sie ſich in Acht, Sie machen Dubvis böſe, und ich will Sie nur ſchnell davon in Kenntniß ſetzen, daß wir Alle auf die Geſellſchaft unſeres vortrefflichen Abbé viel halten. Morvan's heftiger Ausfall hatte unter den jungen Herren große Senſation gemacht; Geſpräch und Spiel ſtockten. Der Abbé Dubois war der Erſte, welcher das Still⸗ ſchweigen unterbrach: — Tauſend Dank, Marquis, ſagte er zu d'Effiat. Hierauf ſprach er zu Morvan mit freundlichem Lächeln: — Junger Mann, Sie möchten in uns gern die Ver⸗ muthung erregen, daß Sie bei der Tochter des Grafen von Monterey in Gnade ſtehen, während Sie dieſelbe wahrſcheinlich nicht einmal vom Sehen kennen; dieſe Taktik wäre ſehr ge⸗ ſchickt, wenn ſie nicht ſchon abgenützt wäre. Sie find wahr⸗ haftig jung und ſtattlich genug, um ſich auch ohne ſolche ver⸗ brauchte Kunſtſtückchen bemerkbar zu machen. Prahlerei iſt eine alte Mode, die nicht mehr üblich iſt. Sie kennen die heutige Art nicht.
Dieſe geſchickte und impertinente Antwort brachte Morvan
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