Teil eines Werkes 
2. Band (1854)
Entstehung
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Das war der Abbé Dubvis, von welchem Morvan bis zu dieſem Tage niemals hatte ſprechen hören, und mit welchem der Zufall ihn jetzt in ſo ſeltſamer Weiſe zuſammengeführt hatte.

Der bretagniſche Edelmann mußte alle ſeine Charakter⸗ ſtärke aufbieten, damit er der Luſt widerſtehen konnte, die ihn drängte, den Abbé zu fragen, in welcher Beziehung er zu Na⸗ tiva ſtände. Uebrigens hoffte er dieſe Aufklärung im Verlauf des Geſpräches zu erhalten; und ſeine Hoffnung wurde auch nicht getäuſcht.

— Sage doch, Dubois, rief der Marquis d'Effiat, der ſeinem frühern Schützling gegenüber die vertraute Protectormiene noch immer beibehielt, iſt Monſeigneur diesmal ernſtlich verliebt?

— Man behauptet es, erwiederte Dubois.

— Das iſt unmöglich! riefen die Damen von der Oper im Chor.

— Warum unmöglich? fuhr der eyniſche Abbé fort. Ich weiß, meine lieben Harpyen, daß alle Weiber gleich ſind, daß diejenige die beſte iſt, welche am beſten zu heucheln verſteht; es gibt gar keinen Grund, weßhalb man für die eine mehr ein⸗ genommen ſein ſoll als für die andere, und ein Mann, der Geiſt hat, muß ſie alle gleichermaßen verachten. Das iſt alles wahr. Aber Ihr vergeßt, daß der Geiſt gerade ſo wie der Körper empfänglich iſt für Krankheiten; es genügt qur ein augenblick⸗ liches Leiden, zum Beiſpiel eine Erweichung des Gehirns, und ſelbſt ein Mann von Herz und Geiſt ſieht diePinge ganz an— ders als ſie wirklich ſind, und bildet ſi in einem Weibe

einen Phönir zu ſehen. Wer verſichep uns, daß der Geiſt des Herzogs von Chartres in dieſ Augenblick nicht krank ſei? Ich möchte zwanzig Louisd'or 6 2 einen Thaler wetten, daß zum Beiſpiel Du, Cöleſtine, ſchon einem Manne begegnet biſt, der an Deine Treue geglaubt hat.

— Ich habe deren ſchon zehn getroffen, antwortete Ma⸗