Teil eines Werkes 
2. Band (1854)
Entstehung
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ſich endlich unentbehrlich. Nach dem Tode ſeines Protectors Saint⸗Laurent wagte es Dubois, der ſich mittlerweile die Gunſt des Ritters von Lorraine und des Marquis d'Effiat zu verſchaf⸗ fen gewußt hatte, die beide in Monſieurs Hauſe von großem Einfluß waren, um die Stelle eines Hofmeiſters beim Herzog von Chartres zu bitten, und erhielt ſie. Sobald Dubois dieſe erſte Stufe zu ſeiner künftigen Größe erſtiegen hatte, ſetzte er ſein finſteres Werk mit vollſtändigem Erfolg und mit einer ſeines unreinen Charakters würdigen Ausdauer fort. Ein eifriger Lehrer und von niederträchtiger Gefälligkeit zugleich, beförderte er die Studien und die Vergnügungen des Herzogs bedeutend. Am Tag ließ er ſeinen Zögling vor dem Hof ein glänzendes Examen ablegen, und in der zunächſt folgenden Nacht führte er heimlich in das Palais⸗Royal arme junge Mädchen, welche durch groß⸗ artige Vorſpiegelungen getäuſcht und geblendet, und in Schande geſtürzt wurden. Nach einem ſolchen Betragen hätte beſonders

unter der Regierung Ludwig's Xlv., da der Schein der Ehrbar⸗

keit Alles galt, Dubois mit Schande fortgejagt werden ſohen; aber es geſchah das Gegentheil. Der Abbé, deſſen Einfluß auf den Geiſt ſeines Zöglings damals ſehr wohl bekannt war, wurde von dem großen König beinahe ſchmeichelhaft behandelt; denn dieſer wollte ſeine natürliche Tochter, Fräulein von Blois, mit dem Herzog von Chartres verheirathen, fand aber vor Allem beim jungen Herzog ſelbſt, dann aber auch bei deſſen Mutter, der hochmüthigen und ſtrengen Charlotte⸗Eliſabeth, den größten Widerſtand; er m daher ſeine Größe ſoweit erniedrigen und ſich mit dem ehemaligen Bedienten des Vorſtehers vom Collegium Saint⸗Michel in's Einverſtůnbhſehen Sobald die Heirath beſchloſſen war, und da der Herzog von Chartres zu der Toch⸗ ter der Frau von Montespan keine Neigung hatte, ſetzte Dubois, der vom Hof mit Gunſtbezeugungen überhauft wurde, ſeine ſchänd⸗ lichen geheimen Lieferungen mit noch größerer Unverſchämtheit fort.

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