Teil eines Werkes 
2. Band (1854)
Entstehung
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— Fünf Piſtolen, antwortete er auf Brancas Frage, denn er wollte, nachdem er ſich ſo gut aus dem Duell gezogen, keinen kleinſtädtiſchen Geiz zeigen.

— Sie haben gewonnen! ſagte Brancas kurz darauf, und ſchob ihm neunzig Livres hin.

— um Vergebung, ich habe nur fünf Piſtolen, das heißt fünfzig Livres geſetzt.

— Ach, ich verſtehe, ſagte Brancas lachend, Sie glau⸗ ben, daß man in Paris wie in der Bretagne Piſtolen zu zehn Livres kennt. Sie irren! lieber Ritter, wir kennen hier nur Piſtolen in Gold, das iſt zu achtzehn Livres.

Der junge Mann war überraſcht mehr zu bekommen als er eingeſetzt hatte, und ſetzte beim nächſten Spiel ſeine neunzig Livres. Er gewann wieder.

— Hundert und achtzig Livres! ſagte er bald darauf, als ihn der Banquier wieder fragte, was er ſetze.

Der Bretagner hatte auch diesmal Glück. Unter allen andern Umſtänden wäre Morvan über dieſen guten Fang hoch erfreut, und mit dieſem Gewinnſt wahrſcheinlich zufrieden ge⸗ weſen, allein die Furcht ſeine Armuth zu verrathen hielt ihn zu⸗ rück, und beim nächſten Spiel ließ er ſeine dreihundertundſech⸗ zig Livres in der Bank; die Bank verlor wieder.

— Junger Freund! ſagte der Marquis d'Effiat, wenn Ihr Glück anhält, und Sie den Muth haben es zu benützen, ſo können Sie binnen Kurzem die ganze Bretagne kaufen.

Dieſer Scherz verhinderte Morvan, einen Theil ſeines Gewinnſtes, wie er ſich's vorgenommen hatte, zurückzuhalten. Er ſetzte ſiebenhundertundzwanzig Livres.

— Abermals gewonnen! rief d'Effiat. Ritter, man be⸗ hauptet, daß Ihr Edelleute aus der Provinz klug und ſparſam im höchſten Grade ſeid; was nehmen Sie von Ihrem Ge⸗ winnſt zurück?