Teil eines Werkes 
2. Band (1854)
Entstehung
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— Gut geantwortet! ſagte der Vicomte, indem er ſich mit ſeinem reich geſtickten Taſchentuch den Schweiß von der Stirne wiſchte. Ritter, ich ſage Ihnen das nicht, um Ihnen zu ſchmeicheln, aber Sie gewinnen, je mehr man Sie kennen lernt.

— Vicomte, Sie ſind zu gütig, entgegnete Morvan, der von dieſem Lob bezaubert war.

— Nein, nein, ich ſage in der That, was ich denke. Als ich Sie zuerſt ſah, indem Sie die Dame mit den Falbeln be⸗ gleiteten, da ſchienen Sie mir völlig unbedeutend zu ſein. Später als Sie vom Leder zogen, fand ich Sie ſo ſpaßig als möglich. Jetzt...

— Nun jetzt?

— Jetzt bin ich wieder vollkommen hergeſtellt. Ich bitte Sie, laſſen Sie uns wieder unſere Stellungen einnehmen.

Dieſer zweite Gang unterſchied ſich von dem erſten da⸗ durch, daß Morvan ſeinen Gegner zwar noch nicht offen anzu⸗ greifen, doch in die Enge zu treiben begann. Wüthend über

den unerhörten Widerſtand, und begierig dem Zweikampf ein

Ende zu machen, wagte der Vicomte mehrere tollkühne Ausfälle, von denen einige beinahe geglückt wären.

Die Zeugen begannen Morvan's Benehmen nicht mehr zu begreifen.

— Tauſend Donner! ſchrie endlich der Vicomte mit wahrer Wuth, es ſcheint mir, Herr Ritter, Sie wollen ſich den Anſchein geben, michezu ſchonen.

— Ich ſchwöre Ihnen, daß ich dies nicht will; ich warte nur den rechten Augenblick ab.

— Und wie es ſcheint, kommternicht, dieſer rechte Augenblick.

— Um Vergebung, da iſt er ſchon!

Morvan lenkte bei dieſen Worten das Eiſen ſeines Gegners

nüt einer kunſtvollen Finte ab, und machte mit wunderbarer

Schnelligkeit ſeinen Ausfall.

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