Teil eines Werkes 
2. Band (1854)
Entstehung
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— Die Gurgel abzuſchneiden! wiederholte der Vicomte mit lautem Gelächter; Parbleu! wenn man ſich ſolcher Aus⸗

drücke bedient, ſo braucht man es nicht erſt anzuzeigen, daß

man aus der Provinz kömmt. Die Gurgel abſchneiden! Ich glaube meinen Urgroßvater zu hören!

— Ihr Urgroßvater, ſagte Morvan, indem er ſeine Kalt⸗ blütigkeit fortbehielt, hätte meiner Ueberzeugung nach auf meine Frage mit einem einzigen Worte entgegnet; er hätte „hier“ geſagt. Heute iſt es, wie ich ſehe, erſt Mode zu plau⸗ dern; plaudern wir alſo, wenn es Ihnen angenehm iſt. Die Hauptſache bleibt immer die, daß Sie mir nicht entkommen.

— Ah mein Herr aus der Provinz, was zum Teufel haben Sie denn für eine Meinung in Ihren Kaſtellen von den jungen Leuten am Hofe! Seien Sie überzeugt, daß wir, aus⸗ genommen in der Liebe, unſer Wort halten, wenn wir auch nicht ſo ſehr ernſt ſind. Ich habe mir vorgenommen, Sie mit meinem Degen zu treffen, und Sie können ſo gewiß ſein, als hätten Sie ſchon die Wunde. Aber Parbleu! weil ich eben vom Degen rede, betrachtet einmal, was für ein ſchönes Roland⸗ ſchwert der edle Junker beſitzt!

— Mein Degen wäre freilich für Ihre Hände zu ſchwer, welche ſchon von Ihren Handſchuhen und Ihrem Spazierſtock ermüdet ſind; mich beläſtigt mein Degen nicht mehr als ein leichtes Rohr. Aber um Vergebung, mein Herr, wir verlieren ſchon zu viel Zeit; ich bin verblüfft von Ihrem Geiſte, wie Sie es von den Falbeln der Dame waren; wollen Sie nun, nach⸗ dem Sie ſich nach Luſt ausgeſprochen haben, erlauben, daß wir uns ein wenig damit beſchäftigen uns die Gurgeln abzuſchnei⸗ den, wie Ihr Urgroßvater geſagt hat?

— Sogleich, mein Herr! antwortete der Vicomte ruhig. Laſſen Sie mich Ihnen vor Allem ſagen, wie ſehr mir Ihr Charakter gefällt, wie ſehr ich erfreut bin Ihre Bekanntſchaft

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