es noch einmal wagen werden... O tröſten Sie ſich! Nehmen Sie ſich die Mühe zu warten; in fünf Minuten werde ich zurück ſein.
— Sehen Sie, das macht mich lachen, entgegnete der junge Mann, und grüßte Morvan graziös. Sie ſcheinen mir gut zu ſprechen, und noch beſſer zu fechten. Entſchuldigen Sie mich bei der Dame, und beeilen Sie ſich nicht. Ich werde Sie erwarten, und ſollte ich bis zum Abend da ſtehen müſſen.
— Welche Thorheit, Ritter! ſagte Nativa leiſe. So ohne Grund ſein Leben auf's Spiel zu ſetzen.
— Ich danke Ihnen für dieſes Intereſſe, entgegnete Morvan, indem er Nativa in die Kutſche ſteigen half, welche auf dem Platze de la Conference gewartet hatte. Aber fürchten Sie nichts; die bretagniſchen Degen taugen mehr als die der Stutzer von Paris und Verſailles. Dieſes Duell ſetzt mich kei⸗ ner Gefahr aus.
— Das thut nichts, in einer Stunde ſchicke ich nach Ihrem Hotel, um von Ihnen Nachricht zu erhalten. Denken Sie an mich— auf Wiederſehen!
Die Kutſche fuhr ab und Morvan blieb, hocherfreut daß Nativa eine Gefahr für ihn befürchtete, ſo lange auf dem Platze ſtehen, bis der Wagen ihm aus dem Geſicht gekommen war.
— Jetzt will ich meinen Stutzer aufſuchen, ſagte er; dann eilte er nach dem Garten der Tuilerien zuück, wg er ſei⸗ nen unbekannten Gegner gelaſſen hatte.
II.
Der junge Mann, welcher Nativa ſo unhöflich angeredet hatte, als Morvan ſie am Arm führte, war zwanzig Jahre alt, hatte vierzigtauſend Livres Renten, und war ein Hausfreund
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