Teil eines Werkes 
2. Band (1854)
Entstehung
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Kraft, die größten Schmerzen zu ertragen; genug an dem, niemals hat einer von ihnen die Urſache ihrer Macht enthüllt, alle ſtarben ſie, indem ſie uns noch mit ihrem letzten Athemzug herausforderten und beſchimpften.

Wie ſehr iſt es zu bedauern, ſprach Morvan mit un⸗ willkührlicher Bewunderung, daß ſolche Naturen den Weg des Laſters betreten haben! Welch große Dinge hätte man mit ſolchen Menſchen ausführen können. Aber vergeben Sie mir, Fräulein, wenn ich Sie noch einmal unterbreche, fuhr der junge Mann fort; ich kann mir über das directe Intereſſe, welches Sie an der Vernichtung der Voucanier nehmen, keine Rechenſchaft geben.

Das iſt eben das Geheimniß, welches ich Ihnen uoch anzuvertrauen habe. Mein Vater, der Graf von Monterey, welchen die Freundſchaft und das grenzenloſe Vertrauen unſerer unglücklichen Königin Marie Louiſe für ihn vor der Augsburger Liga verdächtig gemacht haben, mußte nach dem gewaltſamen Tode dieſer vortrefflichen Fürſtin den Hof verlaſſen. Seit jener Zeit, das iſt etwa vor ſechs Jahren, benützte mein Vater ſeinen Aufenthalt in Hispaniola, wohin er ſich zurückgezogen hatte, das Weſen und die Thaten der Boucanier mit unausgeſetztem Fleiß zu ſtudieren. Dank ſeinen tiefen Kenntniſſen von den Sitten dieſer Banditen, von ihrer Art zu kämpfen, und von den Schlupfwinkeln, wo ſie ſich aufhalten, hat er die unerſchütter⸗ liche Ueberzeugung erlangt, daß dieſe ſchändliche Macht, die in der Geſchichte ohne gleichen da ſteht, binnen einem Jahre ſpur⸗ los verſchwunden wäre, wenn er das Band entdecken könnte, welches ſie unter ſich zuſammenhält. Mein Vater, der ſeit ſechs Monaten an den ſpaniſchen Hof zurückgekehrt iſt, hat Sr. Majeſtät Karl II. ſeine Hoffnungen und Pläne vorgelegt, und von ihm die mit unbegrenzter Vollmacht verbundene geheime Miſſion erhalten, ſeinen Gedanken zur Ausführung zu bringen. Deßhalb befinden wir uns jetzt auch am franzöſiſchen Hofe.

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