Teil eines Werkes 
2. Band (1854)
Entstehung
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Das iſt es! Von eben dieſem Unternehmen will ich jetzt mit Ihnen ſprechen. Sie können ſich ſchwerlich von dem Schaden eine Vorſtellung machen, den die Boucanier der An⸗ tillen dem Handel und dem Wohlſtand meiner Nation verurſa⸗ chen; die Nachbarſchaft dieſer unternehmenden und ſchrecklichen Menſchen, welche der Entwickelung unſerer Größe in ſo fataler Weiſe ſchadet, iſt für die kaſtilianiſche Ehre eine unerträgliche Schmach. Nicht nur ſcheuen ſich die kühnen Banditen nicht die ſpaniſche Flagge zu inſultiren, ſondern leider krönt auch der Erfolg ihre Kühnheit in unerklärlicher Weiſe; mit je⸗ dem Tage wächſt ihre Macht, mit jedem Tage wird unſere Flagge mehr gedemüthigt. Unſere Regierung hat unermeßliche Opfer gebracht, um die Boucanier zu vernichten, und dieſe Opfer haben uns vieles Gold und unſer beſtes Blut gekoſtet.

Ich begreife aber nicht, unterbrach Morvan Nativa, daß eine ſo mächtige Nation wie Spanien mit einer Handvoll Banditen, die weder Hilfsquellen noch Disciplin haben, nicht fertig werden kann. Ich habe über dieſe ſonderbare Thatſache ſchon oft nachgedacht, und mir ſie niemals erklären können.

Sie irren ſehr, Herr Ritter; die Boueanier ſind keine undisciplinirten Banditen, die ihre Unternehmungen in den Tag hinein beginnen; das eben macht ihre Stärke aus, daß ſie eine mächtige Organiſation beſitzen, und mit einer fanatiſchen Ergebenheit, welche keine Grenzen kennt, dem Willen eines geheimnißvollen Oberhauptes gehorchen, das eine ſchrankenloſe Macht beſitzt. Die ſpaniſche Regierung hat dieſe Ueberzeugung erlangt, nur konnte ſie noch nicht in Erfahrung bringen, wer ihr Oberhaupt ſei, und was für eine Organiſation ſie haben. Vergebens hat man die in unſere Hände gefallenen Boucanier den ſchrecklichſten Qualen unterworfen; entweder kannten dieſe Elenden das Geheimniß ihrer politiſchen Exiſtenz ſelber nicht, oder ſie fanden in ihrem wilden Enthuſiasmus für das Böſe die

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