dieſem Augenblick durch die zwei Tauſend Meilen des großen Ozeanes getrennt! Wollen Sie ſich einſchiffen um ihn aufzuſuchen?
— Ja, Fräulein!
— Ritter, Sie haben ein großes und edles Herz, ſprach Nativa mit einer Bewegtheit, die ſie dem jungen Manne gegen⸗ über noch niemals gezeigt hatte. Je mehr ich unſer wunderbares Begegnen überlege, deſto mehr bin ich überzeugt, daß nur die Vorſehung Sie mir geſendet hat.
Dieſe aus voller Seele kommenden Worte verurſachten dem jungen Manne eine Freude, die weit größer war, als jemals ſeine größte Verzweiflung es geweſen.
— Ritter, fuhr Nativa fort, Ihre Worte entheben mich jeder Aengſtlichkeit; ich will Sie in meine Plane einweihen, und vor Ihnen nichts verborgen halten. Da aber das Geheim— niß, das ich Ihnen anvertrauen werde, nicht mein eignes iſt, ſo fordere ich von Ihnen einen feierlichen Eid, daß Sie es nie⸗ mals verrathen werden.
— Mein Wort als Edelmann iſt der feierlichſte Eid, den ich kenne; ich ſchwöre Ihnen bei der Ehre meines Namens und bei dem Heil meiner Seele, daß— und ſollte es mir das Leben koſten— niemals meinen Lippen ein Wort entſchlüpfen wird, welches Ihr Geheimniß enthüllen könnte.
— Dank, Herr von Morvan; jetzt rede ich ohne Furcht.
Nativa fuhr nach einer kleinen Pauſe fort:
— Ich weiß nicht, Ritter, obIhnen einige geheimniß⸗ volle Worte, die ich in dem Schloß Leguilloux in Bezug auf Ihre Zukunft ausgeſprochen haben, im Gedächtniß geblie— ben ſeien.
— Vollkommen, mein Fräulein. Sie ſagten, Sie ken⸗ nen ein Unternehmen, deſſen glücklicher Ausgang mich, was Macht und Reichthum betrifft, den Mächtigſten und Reichſten gleichſtellen würde.
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