Teil eines Werkes 
2. Band (1854)
Entstehung
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nen angethan wurde, geblendet. Ich bewundere Sie, ich danke Ihnen dafür, daß Sie mich an die Ehre erinnert haben, und wiederhole es Ihnen, daß Sie Recht haben: das Weib eines bretagniſchen Edelmannes darf nicht der Gefahr ausgeſetzt ſein, vor den verachtenden Blicken eines Mannes das Haupt demüthig ſenken zu müſſen. Sie brauchen zwar nicht gerächt zu werden, denn dieſer Boucanier konnte Ihnen nicht nahe treten, aber Sie müſſen vor jedem Schimpf geſichert werden. Ich muß Sie daher noch um den Namen dieſes Elenden fragen, der ſich zwiſchen Sie und Ihr Glück geſtellt hat.

Nativa ſchwieg, und blieb in Gedanken verſunken.

Fräulein, fuhr der junge Mann mit Feuer fort, Sie bebten nicht vor dem Geſtändniß deſſen zurück, was Sie Ihren Fehltritt nennen, und jetzt ſcheinen Sie zu zaudern, da es ſich darum handelt mir den Namen des Schuldigen zu überliefern! Sollte Ihr Herz, während Ihr Mund ein Todesurtheil aus⸗ ſprechen muß, in unverzeihlicher Schwäche ein unwürdiges Mit⸗ leid hegen? Zweifeln Sie an meinem Wort oder an mei⸗ nem Muth?

Ich kann den Muth, dem ich das Leben meines Va⸗ ters zu verdanken habe, nicht in Zweifel ziehen; aber Ihre Aus⸗ dauer kenne ich nicht, da ich noch nicht Gelegenheit gehabt habe ſie zu würdigen. Und warum ſoll ich es Ihnen verhehlen? Ich zaudere Ihre Hilfe anzunehmen. Es gibt Opfer, welche denje nigen, denen man ſie bringt, eine ſolche Dankbarkeit auferlegen, daß ein edles Herz anſteht ein ſolches Opfer anzunehmen.

Muß ich Ihnen denn wiederholen, was ich Ihnen im Schloß Leguilloux de Pennenroſe geſagt habe? Ich bin der Sklave Ihres Willens, und finde mein Glück in dem Gehor ſam, den ich Ihnen leiſte! Ich beſchwöre Sie noch einmal mir den Namen jenes Mannes zu entdecken.

Aber dieſer Mann, Herr Ritter, iſt von Ihnen in