Teil eines Werkes 
2. Band (1854)
Entstehung
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beeilt Nativa ſeinen vor Aufregung zitternden Arm zu bieten. Ein Lakai des Etabliſſements führte ſie über eine Treppe in einen koſtbar eingerichteten Salon.

Bringen Sie uns einen Imbiß, ſagte Morvan.

Fünf Minuten ſpäter waren auf dem in einem Seiten⸗ cabinet des Salons befindlichen Tiſche Früchte, Zuckerwerk und Liqueure aufgeſtellt; die Lakaien zogen ſich discreter Weiſe zu⸗ rück, und Morvan befand ſich mit der Tochter des Grafen von Monterey allein.

Herr Ritter, ſagte Nativa, indem fie ihre Larve ab⸗ nahm und ihm ihre gebieteriſche und glänzende Schönheit zeigte, ich bin Ihnen vor Allem eine Erklärung über meine Gegenwart an dieſem Orte ſchuldig! Eine Zofe im Hotel d'Harcourt, der ich mich anzuvertrauen genöthigt ſah, hatte die Ungeſchicklich⸗ keit mir Renards Haus als ſicher und bequem anzuweiſen; ſie, die wahrſcheinlich an ein Rendezvous der Liebe dachte, iſt ſchuld daran, daß ich den Beleidigungen leichtſinniger Thoren ausgeſetzt war, die bei Ihrem Anblick davon flohen. Reden wir nicht weiter davon! Zu größerem Verdruß mußte ich, um vor meinem Vater meine Entfernung zu begründen, einen Beſuch vorgeben und mich ankleiden laſſen. Durch das Zuſammen⸗ wirken all dieſer Unannehmlichkeiten bin ich an einem verdäch⸗ tigen Ort in lächerlicher Weiſe angekommen.

Was ſchadet der Ort, an welchem Sie ſich befinden, Fräulein; ſtehen Sie nicht unter dem Schutz meiner Achtung und meiner Ehre? Ich hätte es freilich, zwar nicht um meinet⸗ willen, ſondern um Ihretwillen vorgezogen, daß Sie mich im Hotel d'Harcourt empfangen hätten.

Das wäre mir unmöglich geweſen, entgegnete Nativa lebhaft. Mein Vater verdankt Ihnen ſein Leben, und dennoch würde er Paris, wo er doch von ſo wichtigen Angelegenheiten feſtgehalten iſt, lieber binnen vierundzwanzig Stunden verlaſſen, 1.